8 Wege, einen Grafikdesigner in den Irrsinn zu treiben

Wie kaum eine andere Berufsgruppe halten sich Grafikdesigner für etwas ganz besonderes. Man erkennt sie sofort an ihrem unvermeidlichen schwarzen Rollkragenpullover, den sie selbst im Sommer und sogar im Bett tragen. Außerdem signalisieren Grafikdesigner mit ihrem unglaublich herablassenden, teilnahmslosen, ignoranten Blick, was sie von anderen Menschen halten, nämlich nichts. – Helfen Sie also mit, diese schnöseligen Grafikdesigner in ihre Schranken zu verweisen. Lesen Sie hier 8 praxisbewährte Tipps, wie Sie Ihren Grafikdesigner in den Irrsinn treiben:

1. Verwenden Sie Officedokumente

Wenn Sie einem Grafikdesigner ein Dokument zuschicken wollen, benutzen Sie am besten das Microsoft Office, gerne in der PC-Version. Programme wie Word, Excel oder PowerPoint eignen sich hervorragend für den Versand von Bildmaterial. Anstatt sie an eine E-Mail anzuhängen, ziehen Sie Ihre Bilder einfach per Drag-&-Drop in das gewünschte Dokument und vergrößern oder verkleinern sie dort nach Belieben.

Grafikdesigner werden Ihnen einreden wollen, die Qualität der Bilder leide darunter. Glauben Sie denen kein Wort! Sie werden versuchen, Sie mit völlig zusammenhanglosen Begriffen und Abkürzungen wie „Auflösung“, „dpi“, „RGB“ und „CMYK“ (sprich: ßie-emm-wai-keij) zu verwirren. Das ist ihre widerspenstige Art, sich zur Wehr zu setzen, und daran erkennen Sie auch schon, dass Ihre Strategie aufgeht.

Verwenden Sie unbedingt MS Office-Programme, um Bilder zu transportieren.

Verwenden Sie unbedingt MS Office-Programme, um Bilder zu transportieren.

Bleiben Sie unbeeindruckt, wenn ein Grafikdesigner behauptet, die Bilder in Ihrem Worddokument seien unproportional. Wenn es keinen Sinn ergeben würde, ließe es sich schließlich auch nicht so machen! Also, können Sie ihre Bilder auch beliebig stauchen oder quetschen. Es sind Ihre Bilder. Sie können damit machen, was Sie wollen. – Grafikdesigner sind nur zu faul, ihre Arbeit zu verrichten.

2. Wählen Sie die Schriftart aus

Es gibt so viele wirklich schöne Schriften. Aber Grafikdesigner bieten Ihnen in aller Regel nicht mal eine Auswahl an. Sie nehmen einfach für alles Helvetica und behaupten, sie passe hervorragend zu Ihrem Projekt.

Verlangen Sie unbedingt Arial und lassen Sie sich ruhig auch eine Variante in Times New Roman ausarbeiten. Bestehen Sie aber darauf, dass diese Schriftart fett verwendet wird, sie kommt sonst nicht richtig zur Geltung.

Der Kunde ist König und seine Schriftwahl ist Gesetz!

Der Kunde ist König und seine Schriftwahl ist Gesetz!

Entscheiden Sie sich am Ende aber auf jeden Fall für Comic Sans. Die sieht nicht nur am besten aus, damit erreichen Sie Ihr eigentliches Ziel auch viel schneller.

Grafikdesigner sind übrigens ausgemachte Feiglinge. Falls Ihnen also der eine oder andere seinen Entwurf bereits in Comic Sans zeigt und damit signalisiert, dass er um Gnade winselt, lassen Sie ihn auf gar keinen Fall damit durchkommen. Es gibt durchaus noch mehr sehenswerte Schriften mit so klangvollen Namen wie Gando oder Busorama. Und Sie dürfen sogar alle miteinander verwenden, auch auf einem einzigen Faltblatt.

3. Zeigen Sie Größe

Lassen Sie sich – was Größen betrifft – auf gar keine Diskussion ein! Grafikdesigner sind nämlich immer auch Legastheniker. Damit aber niemand ihren orthografischen Freistil bemerkt, schreiben sie grundsätzlich alles in derselben Schriftgröße, und zwar in der kleinsten die sie einstellen können.

Bestehen Sie darauf, dass ihre Texte barrierefrei bleiben und also auch von älteren Personen gelesen werden können. Das bedeutet niemals kleiner als 16 Punkt für ganz normalen Lesetext.

Außerdem haben Sie ein Recht darauf, Ihren Namen in voller Größe auf Ihre Visitenkarte schreiben zu lassen. Sollte der Platz von links nach rechts bereits voll ausgenutzt sein, verlangen Sie eine vertikale Skalierung auf mindestens hundertfünfzig Prozent.

4. Weniger ist mehr – für Sie

Grafikdesigner sind ganz gerissene Schlitzohren. Sie kassieren nämlich doppelt. Und wissen Sie, wie Ihnen das gelingt? – Grafikdesigner kriegen neben ihrem Entwurfshonorar auch noch dicke Provisionen von den Druckereien, die sie Ihnen als „geeignet“ vorstellen. Diese „Dienstleistung“ bezeichnen sie auch noch frech als Win-Win-Situation.

Dabei richtet sich die Höhe der Provision nach der Anzahl der Seiten, aus denen eine Drucksache besteht. Deswegen wird der Grafikdesigner immer versuchen, so wenig wie möglich auf einer Seite unterzubringen und so viel wie möglich frei zu lassen. „Weißraum“ nennt der Grafikdesigner das und behauptet, es lasse seinen Entwurf eleganter wirken.

Ganz grober Unfug! Alles, was er in diesem Zusammenhang sagt, zielt darauf ab, die Anzahl der Seiten zu erhöhen und geht somit zu Lasten Ihres Budgets.

Bestehen Sie auf einer Änderung. Sagen Sie ihm ruhig, dass es als erwiesen gilt, dass 16 DIN A4-Seiten auch auf 8 DIN A5-Seiten untergebracht werden können. Genießen Sie die Verzweiflung in seinem Blick, Sie sind jetzt fast am Ziel.

5. Na, Logo!

Angenommen Sie beteiligen Ihre Geschäftspartner oder Sponsoren an ihrer Werbung, dann werden Sie sicherlich auch deren Logos abdrucken wollen. Am besten, Sie verlieren anfangs kein Wort darüber und lassen den Grafikdesigner erstmal ein bisschen üben. Nachdem er Ihnen einen ersten Entwurf gezeigt hat, weisen Sie ihn darauf hin, dass die Logos Ihrer Partner noch fehlen und dass er sie auf deren Website findet.

Jetzt haben Sie ihn gleich! – Er wird Sie nämlich anrufen und behaupten, die Internetauflösung von 72 dpi ließe sich nicht mit der Druckauflösung von 300 dpi vereinbaren. Diese Taktik ist Ihnen bereits aus Punkt 1 bekannt und deshalb reagieren Sie entsprechend: ziehen Sie die Partnerlogos direkt von der Website in ein Officedokument. Vergewissern Sie sich, dass Sie das GIF und nicht aus Versehen das JPG nehmen. Und dann schicken Sie es Ihrem Grafikdesigner.

Sollte er noch mal wegen der Logos anrufen, fragen Sie ihn, ob er der Grafikdesigner ist oder Sie!

6. Bringen Sie Farbe ins Leben

Mit ziemlicher Sicherheit kassieren Grafikdesigner von den Druckereien für die Sache mit den Farben noch mal extra. Sie werden nämlich hartnäckig auf ihrer verschrobenen Ansicht beharren, dass es billig und abstoßend wirke, mehr als zwei Farben zu verwenden. Sie empfehlen Ihnen daher, dem modernen Vier-Farb(!)-Druck – mit dem sich nahezu alle vorkommenden Farben mühelos reproduzieren lassen – ein Schnippchen zu schlagen und für Ihren Entwurf nur zwei Pantone-Farben zu verwenden.

Vertrauen Sie bunt!

Vertrauen Sie bunt!

Fallen Sie bloß nicht auf diese plumpe Masche herein, nur weil der Grafikdesigner von Sonderfarben spricht und für Skeptiker den Begriff Schmuckfarben parat hält. – Vergleichen Sie einfach mal die Angebote einer Druckerei für einen 4-Farb-Flyer und eine 2-farbige Pantone-Version miteinander. Dann verstehen Sie von selbst, dass es dem Grafikdesigner nur um die Provision gehen kann.

Verwerfen Sie deshalb all seine Einwände. Erklären Sie ihm stattdessen, dass sie ein lebensfroher Mensch sind, was sich selbstverständlich in der Farbgebung widerspiegeln sollte. Denken Sie immer daran, welches Ziel Sie verfolgen.

7. Warum die Deadline heißt wie sie heißt

Grafikdesigner prokrastinieren für ihr Leben gern. Das ist ihre Achillesferse. An dieser Stelle können Sie sich gemütlich zurücklehnen und genießen, wie es ihm den Schweiß auf die Stirn treibt, während Sie in ihr Ziel einlaufen.

Die Rede ist vom Abgabetermin. Lassen Sie sich mit der Beurteilung seiner Entwürfe ausreichend viel Zeit. Akzeptieren Sie unter keinen Umständen seinen ersten Entwurf. Auch nicht den zweiten oder dritten, egal wie sehr sie Ihnen gefallen. Lehnen sie alles was er Ihnen vorschlägt rundweg ab und fordern Sie ihn nachdrücklich auf, umgehend Neues vorzulegen.

Ermuntern Sie ihn hin und wieder mit Worten wie „ja, doch, so langsam wird’s“ und kritisieren Sie immer weniger Details. – Am Ende verwerfen Sie jedoch die letzte Version vollständig und entscheiden sich für den zweiten Entwurf.

Geben Sie ihm zwei Tage für die Erstellung der druckfähigen Daten. Und vergewissern Sie sich telefonisch im Vierstundentakt, dass er auch wirklich an Ihren Sachen arbeitet.

8. Geben Sie ihm den Rest

Sobald Sie nacheinander all die vorgenannten Ratschläge befolgt haben, sollte der Grafikdesigner nahe dem Punkt sein, wo Sie ihn hinhaben wollen. Sehr wahrscheinlich hat er alle Hoffnung aufgegeben, es Ihnen jemals recht machen zu können. Er kann es sich aber nicht leisten, nicht für Sie zu arbeiten, also verweigert er sich auch nicht.

Stattdessen wird er stoisch jede Anweisung befolgen, die Sie ihm erteilen. Sie wollen es violett, also kriegen Sie es violett. Mehr Schriften – kein Problem. Noch etwas größer? Wird gemacht. Geht es schon zu morgen? – Plötzlich erscheint alles machbar!

Verlieren Sie jetzt bloß nicht das eigentliche Ziel aus den Augen, den Grafikdesigner ein für alle Mal in den Irrsinn zu treiben und ihn dazu zu bringen, sein absurdes Tun freiwillig aufzugeben.

Beim allerletzten Meeting, auf dem es die letzten Feinheiten zu besprechen gilt, beschweren Sie sich und erklären ihm, wie völlig unzufrieden Sie mit seiner Leistung sind. Dass Sie sich mehr Initiative von ihm gewünscht hätten und überhaupt er derjenige sei, auf dessen kreative Vorschläge Sie sich verlassen wollten, anstatt selber welche einzubringen.

Sagen Sie ihm, Sie werden jetzt den Microsoft Publisher für Ihre Layouts benutzen, anstatt für seine kümmerlichen Einfälle Geld auszugeben. Wünschen Sie ihm einen schönen Tag.

Herzliche Grüße aus Berlin,
Klaus-Dieter Knoll

Grafikdesign, Webdesign, Mediengestaltung

 

Frei nach: „8 Ways to Drive a Graphic Designer Mad” von Ghislain Roy

Vielen Dank für diese Steilvorlage. – Many thanks for furnishing me this fit occasion ;)

 

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Design • Print & Digital

27 Antworten to “8 Wege, einen Grafikdesigner in den Irrsinn zu treiben”

  1. Oh, wie mir das bekannt vorkommt. Vor allem Punkt 1. Gerne wird auch mal für eine Werbeanzeige der Größe 44x60mm eine volle DIN A4 Seite in Word mit Schriftgröße 14 geliefert.
    Aber was dem Fass den Boden raushaut ist unsere VHS hier, die tatsächlich einen Kurs anbietet in dem die Teilnehmer lernen sollen, in Word Folder für den Druck zu gestalten. Schließlich kann man ja direkt aus Word mit tollen Internettools PDF Dateien erzeugen. Und wenn PDF draufsteht, sind das perfekte Druckdaten.

  2. Messen Sie den Wert bei Honorar-, quatsch Preisverhandlungen in erster Linie an der Größe vom gerduckten Ergebnis. Ist doch klar, daß ein Postkartengroßes Ergebnis billiger sein muß als ein Poster. Es ist lediglich ein von den Designern aufgebauter Druidenmythos, daß die Hauptarbeit im Herausfiltern und Verdichten von Informationen liegt, lassen Sie sich vom Modebegriff Konzept bloß nicht in die Irre führen.
    Falls es nicht gedruckt wird, sollte sich das deutlichst im Preis niederschlagen, vergessen Sie nicht, daß Sie danach nämlich nichts in der Hand haben.
    Ignorieren Sie Nutzungsrechte, schon der Begriff klingt, als habe ihn die Oberfinanzdirektion erfunden. Sie haben bezahlt, also verwenden Sie alles und immer überall, mit Ihrer Schreibtischlampe dürfen Sie ja schließlich auch Ihren Nachttisch ausleuchten. Das war eine Betriebsausgabe? Sehen Sie, die stecken alle unter einer Decke und wissen doch gar nicht, wie das Leben wirklich läuft.
    Wenn Sie Angebote einholen, dann sprechen Sie mit mindestens fünfzehn verschiedenen Designern und erzählen Sie jedem mehr oder weniger abgewandelt, was Sie möchten und vermeiden Sie es, das im Hinterkopf zu behalten oder noch schlimmer, zu dokumentieren. Das stört nur bei einer schnellen Entscheidung, wen Sie letzlich beauftragen, denn auch wenn Sie gar kein Ziel vor Augen haben, Hauptsache, Sie kommen schnell dort hin. Transparenz ist da völlig fehl am Platz, Designer sind schließlich bekannt dafür, daß sie Ihre Geschäftsideen und Geheimnisse direkt Ihrer Konkurrenz ausplaudern.

  3. sehr schön, habe viele gute bekannte wiedererkannt.. :))

  4. Genau so ist das Leben. In etwa das Gegenteil von dem, was in irgendwelchen fachidiotischen Büchern steht. Im übrigen: Ich glaube, ich kenne deine Kunden ;-)

  5. DANKE!
    (Endlich eine gute Zusammenfassung, die ich allen, denen ich etwas designen/ layouten/ drucken soll, schon mal im Vorfeld geben kann, damit sie nicht aus Versehen einen Punkt auslassen. Soll’s geben…)

  6. Sollte ich meinen schwarzen Rolli besser wegwerfen?

  7. *seufz* – irgendwie steckt ne Menge Wahres drin …

  8. Klasse Beitrag , aber hey sollte das nicht anders laufen?

  9. Wünschenswert wäre es schon. Aber wo kämen wir denn dann hin?

  10. Grandioser Artikel.
    Zum Glück hat bisher keiner meiner Kunden diese Liste gefunden. Ich glaube, sonst könnte ich mir gleich einen neuen Job suchen, denn die Geduld bringe ich heutzutage leider nicht mehr auf. Zum Glück gibt es aber auch Möglichkeiten, solche Kunden im Vorfeld zu erkennen und sie mit den nötigen Informationen zu versorgen. Vielleicht mache ich daraus mal einen Blogartikel ;-)

  11. Ich geb dir voll und ganz Recht…diese „kreativen“ ^^

  12. Finde ich genial!

    Nur eines musst Du mir noch einmal erklären, wieso soll der Grafiker daran verzweifeln?
    Das ist doch sein tägliches Geschäft, sich mit so etwas auseinander zu setzen…

    Ich könnte Geschichten erzählen…

  13. Da hast Du natürlich auch wieder recht, Maxx! Grafiker werden ja mit der Zeit resistent. Sind halt mit allen Wassern gewaschen, diese Kreativen. – Aber warte es ab, sobald es nur noch Tablet PCs gibt, schicken sie Dir die Daten wieder auf Diskette =D

  14. ….ein wichtiger Punkt fehlt noch. Diktier deiner Schreibkraft einen Text über 5 Seiten, lass sie die Word-Datei ausdrucken und faxe dann den Text….. auch schön.

  15. In der Tat, Sabine, dass ist wirklich schön ;) Danke für den Hinweis!

  16. Wer hat sich denn das alles ausgedacht, also von Punkt 1 bis Punkt 8???
    Netter Aprilscherz, nur ist doch Oktober!

    Punkt 1 ist ja der Hammer :-))) Lustig lustig…

  17. Genial. Ich dachte immer, so etwas passiert nur mir mit den tollen Kunden, aber scheinbar bin ich doch nich alleine auf der Welt. Danke für diesen erheiternden Beitrag! :)

    Anekdote an der Stelle: „Wieso haben Sie keinen professionellen RGB-Drucker? Jeder Copyshop hat sowas!“

    In diesem Sinne,
    viele Grüße und immer auf das Licht am Ende des Tunnels warten :)

  18. und wie bekommt man die Blogger aus ihrer geschlossenen Welt, in der sie sich eine Wichtigkeit zuschreiben, die ausschließlich auf kollegial zugeschobenen klicks und weitergeleitetem Tertiärcontent basiert? Wie kann man diesen Bandbreiten und Retweet-Fetischisten schonend nahebringen, daß Content nicht durch Filtern von Datastreams, unkommentierte Zitierungen und hektische livestream-snippets quasi automatisch entsteht? Wer erklärt ihnen, was eine Recherche ist? Wer hat den Mut ihnen zu sagen, daß sie außerhalb ihrer feedback-loop nicht nur irrelevant, sondern vollkommen unbekannt sind?
    (Danke für den schönen Text … stimuliert durchaus, andere ‚Berufsgruppen‘ anzugehen. :) )

  19. Aber Carsten, irgendwie ist doch jede Peergroup (auch) eine geschlossene Welt. In der einen ist jemand ein Hero, in der anderen völlig unbekannt. Das ist bei Bloggern oder im Social Media nicht anders.

    Allerdings »fransen« Peergroups an den Rändern aus, lassen Überlagerungen und sogar neue Peergroups entstehen, durchaus auch solche, in denen jene zu Ruhm kommen, die gerade noch im Abseits standen.

    Recherche ist so eine Sache für sich. Hilfreich für wirklich gute, in die Tiefe gehende Inhalte. Das wäre aber eine Aufgabe für »echten« Qualitätsjournalismus, da Verlage die Mittel und Möglichkeiten für ausgedehnte Recherchen zur Verfügung stellen können. – Kollege Blogger darf an der Oberfläche verweilen und soll sogar subjektiv kommentieren statt objektiv Bericht zu erstatten. Er sorgt vor Verbreitung, generiert Aufmerksamkeit, das höchste Gut in der Aufmerksamkeitökonomie.

    Kommentare auf einem Blogpost »einzusammeln« bedeutet, den unvollendet belassenen Post mit Hilfe der Crowd fortzuschreiben, zu ergänzen. Das ist eine neue Form der Komplettierung. Recherche geht dem fertigen Artikel voraus; Kommentare ergänzen im Nachhinein den niemals fertigen Post.

    Danke euch allen für die vielen Kommentare!

  20. D A N K E !

  21. vollkommen d’accord! Und wer rempelt, wird auch Rempelei ertragen.
    Danke für den stimulierenden Beitrag

  22. Herrlich! Und wenn der Beitrag fortgesetzt werden soll, verrate ich noch ein paar Tricks, wie man als Texterin für noch größere Verzweiflung sorgen kann. Indem man beispielsweise auf Leertasten vor den drei Pünktchen besteht … oder von „Durchkoppeln“ faselt, was bedeutet, dass das schönste Layout durch hässliche Bindestriche verdorben wird. Der Grafiker rächt sich dafür bei der Texterin, indem er grundsätzlich keine Texte liest und diese einfach nur als „Typo“ betrachtet :-)

  23. LOL, die Sache mit dem »Durchkoppeln« kenne ich tatsächlich! Ich sag jetzt aber nicht, »von einer Texterin«, sonst weiß es ja jeder ;)

  24. Was habt ihr für Kunden?
    Derartige Probleme hatte ich noch nie.
    Aber crazy :)

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  1. uberVU - social comments - 11. November 2009

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