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Da kann man nichts machen …

Inmitten parteiübergreifend sterbenslangweiliger Wahlplakate entdeckte ich gestern diese doch eher fatalistische »Stimme«, deren Urheberschaft augenscheinlich Buddha zugeschrieben wurde. Ob es auch stimmt, ist eine andere Frage, allerdings fügt sie sich auffallend harmonisch in all die nichts sagenden Sprechblasen, sodass ich für einen Moment geneigt war, Buddha meine Stimme zu geben. Doch dann setzte sich beim […]

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Kryptische Zellenwandteilung

Auch wenn ich die Serie »Erratische Erfassung urbaner Kommunikation« vorerst beendet habe (eventuell finden sich in der kommenden heißen Phase des Wahlkampfes noch ein paar schöne Motive für einen Nachzügler-Teil), stoße ich gelegentlich auch weiterhin auf attraktive Fundstücke, die ich dann einzeln hier verblogge. So habe ich vergangenen Freitag am Alexanderplatz diese interessante »Stimme« vernommen, […]

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Reuterstraße, Neukölln, 130524

Erratische Erfassung urbaner Kommunikation – Teil 10: Graffiti-Statements

Auch im letzten Teil dieser Serie geht es um kommunikative Interventionen, denen mehr oder weniger eindeutige Äußerungen zu entnehmen sind. Anders jedoch als bei den »Stimmen« im vorangegangenen Teil, handelt es sich bei Graffiti-Satements um strikt reduzierte Aussagen. McLuhans abstrakte These, »das Medium ist die Botschaft«, wird dadurch konkret erfahrbar als »das Medium formt die […]

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in der Auslage einer französischen Bäckerei in der Graefestraße, Kreuzberg, 130612

Erratische Erfassung urbaner Kommunikation – Teil 9: Stimmen und Geständnisse

Anonyme schriftliche Äußerungen im urbanen Raum werden als »Stimmen« bezeichnet, die meist durch ganze Sätze und vollständige Aussagen Aufmerksamkeit auf sich lenken. Geben die einen nur etwas bekannt, beginnen andere bereits zu missionieren. Wieder andere legen einfach nur ein öffentliches Geständnis ab. In diesem Teil brauche ich nicht groß Worte zu machen, denn das haben […]

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beide Sonnenallee, Neukölln, 130524

Erratische Erfassung urbaner Kommunikation – Teil 8: Verschwindende und Verschwundene

Eine ganz eigene Faszination üben verschwindende oder bereits verschwundene Schilder aus. Dabei ist es völlig egal, ob ihr Verschwinden auf Materialermüdung, Witterungseinflüsse, Intervention oder absichtliches Entfernen bei Beibehaltung der Rahmen zurückzuführen ist. Automatisch drängt sich die Frage auf, weshalb die ursprünglich kommunizierten Botschaften nicht erneuert werden. Wurde der Kampf gegen die Intervention aufgegeben? Sind die […]

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links: Da jeder irgendwann mal Bargeld benötigt, eignet sich ein Automat natürlich am ehesten als Werbeträger … ; rechts: Der Automat als Sklave der Dienstleistungsgesellschaft muss natürlich in Ketten gelegt werden … – beide Warschauer Straße, Friedrichshain, 130521

Erratische Erfassung urbaner Kommunikation – Teil 7: Automaten und Behälter

Sehr beliebte Objekte für kommunikative Interventionen sind Automaten. Einerseits bieten sie mit ihrer dreidimensionalen Ausdehnung mehr Fläche, andererseits scheint ihr Zwitterwesen zwischen Werbung und Distribution eine gewisse Attraktivität auszustrahlen und Intervention zu provozieren. Zumindest was die zusätzlichen Flächen angeht, sind öffentliche Behälter aller Art genauso von kommunikativer Interaktion betroffen wie Automaten. Erstaunlicherweise habe ich bislang […]

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links: Außer bei Grafikern allseits beliebt: Comic Sans; rechts: »Klamotten gibt’s drin« – beide Warschauer Str., Friedrichshain, 130521

Erratische Erfassung urbaner Kommunikation – Teil 6: Werbung

»Jede Werbung im öffentlichen Raum, die dir keine Wahl lässt, ob du sie sehen willst oder nicht, gehört dir. Fühl dich frei, sie zu nehmen, sie neu zu arrangieren, sie zu recyclen. Du kannst mit ihr machen, was du willst. Um Erlaubnis zu fragen ist etwa so, wie wenn man jemanden darum bittet, den Stein, […]

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oben links: Torstraße, oben rechts: Linienstr., beide Mitte, 130605; unten links: 1967er Gewürztraminer sowie Senf und Hot Sauce, herrenlos abgestellt in der Sonnenallee, Neukölln, 130524; unten rechts: Blumenkasten mit Aufkleber »Das ist so Berlin« in der Oderberger Str., Prenzlauer Berg, 130605

Erratische Erfassung urbaner Kommunikation – Teil 5: Das ist so Berlin

Jede Stadt hat einen eigenen Charakter und drückt diesen auch in ihrer Kommunikation aus. So natürlich auch Berlin, dem man ja nachsagt »Schnauze mit Herz« zu haben. Da mag einerseits eine Menge dran sein, jedenfalls was die Eingeborenen und ihren schnodderigen, trockenen Humor betrifft. Andererseits geht den vielen Zugezogenen dieser spezielle Humor oftmals ab, bis […]

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beide: Weser-/Hobrechtstraße, Neukölln, 130524

Erratische Erfassung urbaner Kommunikation – Teil 4: Verkehrsschilder

Verkehrsschilder sind als Interventionsflächen äußerst beliebt, was vermutlich daran liegt, dass ihnen allgemein eine hohe Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Der Interventionsgrad stellt dies freilich in Frage, da die ursprünglichen Botschaften mitunter völlig unter Aufklebern und/oder Tags verschwinden. Bisweilen macht sich auch einfach witterungsbedingte Materialermüdung sichtbar, wodurch wiederum fraglich wird, ob überhaupt so viele Schilder den Verkehr […]

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oben links: Saalestraße, oben rechts und unten links: Sonnenallee, unten rechts: Karl-Marx-Straße, also alle Neukölln, 130524

Erratische Erfassung urbaner Kommunikation – Teil 3: Sicherheit und Überwachung

Beobachter beobachten Beobachter, die Beobachter beim Beobachten von Beobachtern beobachten, die Beobachter beim Beobachten von Beobachtern beobachten, … Misstraue deinem Nächsten wir dir selbst Hinweisen auf Videoüberwachung oder Bewachung durch Sicherheitspersonal begegnet man quasi überall. Auf Flughäfen und Bahnhöfen, in U- und S-Bahnen, in Kauf- und Parkhäusern, in Hotels, Banken und Supermärkten wird man ja […]

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oben links: Nette Trollerei: Das Schild befindet sich nicht nur in Blickhöhe von Hunden, sondern wendet sich auch ausdrücklich an diese … – an einem Dönerladen in der Karl-Marx-/Erkstraße, Neukölln; oben rechts: Auch dieses Schild befindet sich in Schienbeinhöhe, und zwar auf der rechten Seite einer Einfahrt. Es fragt sich, an wen es sich wendet bzw. wer es da sehen soll … – gesehen in der Fuldastraße, Neukölln; unten links: am Hermannplatz und unten rechts: Reuterstraße, Neukölln, alle 130524

Erratische Erfassung urbaner Kommunikation – Teil 2: Zugänge und Beschränkungen

Während im ersten Teil Hinweisschilder kommunaler Behörden Gegenstand der Betrachtung waren, sind es nun überwiegend private Schilder, welche den Zugang zu Häusern und Geländen kommunizieren bzw. die Bedingungen, unter denen dieser gewährt wird oder eben nicht. Private Schilder verdeutlichen zuallererst, dass ein Besitzanspruch Ausgangspunkt der eigentlich kommunizierten Botschaft ist, und um diesen zu unterstreichen, wird […]

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Erratische Erfassung urbaner Kommunikation – Teil 1: Hinweisschilder in Grünanlagen

Inspiriert vom Erratik Institut Berlin beginne ich heute eine neue Serie hier im Blog, mit der ich die urbane Kommunikation in Berlin anhand verschiedener Beispiele zum Zwecke der erratischen Erfassung dokumentieren möchte. Wer Genaueres darüber wissen will, was es mit Erratik auf sich hat, wird auf den Seiten des EIB fündig. Ansonsten verweise ich mal […]

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Familie H. in der Neuköllner Karl-Marx-Allee

Wer nicht will, der hat?

Gestern ist mit eine seltsame Begegnung widerfahren, und nachdem ich darüber getwittert hatte, riet mir Klaus, sie zu veröffentlichen, weil es möglicherweise noch mehr Menschen gibt, denen derartiges widerfährt und die nichts damit anfangen können. Und zwar war ich gestern in Neukölln unterwegs, um für die nächste Woche hier im Blog startende neue Serie Fotos […]

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Asamblea 007, Berlin, Samstag 22. Oktober 2011

Social Media jenseits von Selbstreferenz und Kommerz

Derzeit mache ich im Zusammenhang mit der Occupy-Bewegung in Berlin ebenso interessante wie angenehme Social-Media-Erfahrungen. Interessant ist nicht nur die Bestätigung, dass Social Media weit mehr als nur Facebook und Twitter ist. Vielmehr zeigt der Rückgriff auf Mailinglisten, wie alt Social Media bereits sind und um wie viel vertrauenswürdiger doch die an die Wurzeln heranreichende […]

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© Jgz - Fotolia.com

Storytelling: Höhere Glaubwürdigkeit mit veredelten Inhalten

Seit einiger Zeit wabert ein neues Buzzword durch die Kommunikations- und Werbebranche: Storytelling. Es empfiehlt sich zwar, jedweden Hype grundsätzlich skeptisch zu beobachten, aber eben auch das darin enthaltene Potenzial zu erkennen. Und Gesichten zu erzählen hat ein sehr großes Potenzial, weil sich das Angenehme mit dem Nützlichen auf eine Weise verbinden lässt, welche die […]

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© Benicce - Fotolia.com

Die Horrormeldungen zum Thema Social Media ROI häufen sich in nächster Zeit

Das meint zumindest Nico Lumma und mahnt dabei an, »sich bei der Betrachtung der Kriterien für den Return on Investment (ROI) erst einmal Gedanken darüber machen, was für das Unternehmen bzw. die Marke wirklich relevant ist und wie man dies messen will.« Was eigentlich wie eine Selbstverständlichkeit klingt, hat es in sich. Lumma, der Director […]

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Die Website im Wandel

Für viele Kleinunternehmer und Selbständige wie Heilpraktiker, Coaches oder Handwerker stellt sich die Frage, ob sie mit ihrer Corporate Website im Internet überhaupt noch wahrgenommen werden. Mit dem Social Web hat sich ja praktisch eine völlig neue Ebene im Netz ausgebreitet, die gänzlich anders genutzt wird. Private Nutzer haben zig Profile auf zahlreichen Plattformen und […]

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Was bleibt nach dem Social Media-Hype?

Der Hype um Social Media ist wohl endgültig vorüber, was man an Angeboten wie diesem unschwer erkennen kann. Obwohl stellenweise Zweifel aufkommen, ob es sich nicht doch etwa um Satire handelt, wird trotzdem deutlich, dass die Macher keinen blassen Schimmer von dem haben, worüber sie reden. Diese offensichtliche Ahnungslosigkeit haben sie aber für schlichte Gemüter […]

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