Dieser Blogpost juckt mir ja schon länger in den Fingern, und da am Rosenmontag eh’ alle jeck sind eher mit weniger Aufmerksamkeit zu rechnen ist, platziere ich ihn mal ganz unauffällig in den Karneval hinein.
Es geht um eine simple Geschäftsidee, die darauf setzt, dass jeden Morgen ein Dummer aufsteht, den es zu finden gilt. Dank Internet funktionieren solche dummdreisten Geschäftsideen besser als je zuvor, da die Gesuchten ihre Wünsche der Suchmaschine mitteilen. Man braucht lediglich – sobald einem eine solch schräge Idee durch den Kopf geht – zu überprüfen, ob tatsächlich nach dem betreffenden Keyword gesucht wird und ob nicht bereits andere auf dieser Masche reiten. Und selbst wenn, Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft…

Die Geschäftsidee »Presseausweis« hat vor allem am Jahresende Hochkonjunktur. Da laufen die im Vorjahr ausgestellten Dokumente aus, und außerdem verknüpfen die Interessenten unbewusst das offizielle Kalenderjahresende mit der Amtlichkeit eines anderswo ausgestellten Dokuments. Das nur als Tipp am Rande für jene, die tatsächlich in das dubiose Geschäft mit den Presseausweisen einsteigen wollen. Macht euch schöne Landingpages und schaltet vor allem im November und Dezember Google AdWords-Anzeigen.
Es gibt übrigens zwei Arten Presseausweise, einen nationalen und einen internationalen. Daher gibt es auch unterschiedliche Anbieter und ebenso unterschiedliche Preisklassen. Der clevere Nachahmer kleckert natürlich nicht, sondern klotzt.
Tutorial: Einen Presseausweis mit Illustrator selbst erstellen
In diesem Tutorial beschreibe ich allerdings, wie sich jedermann mit einem Vektorgrafikprogramm wie Illustrator und ein wenig Unterstützung von Photoshop einen internationalen Presseausweis selbst anfertigen kann.
Zunächst legt man sich ein neues Dokument im passenden Format an. Ich habe 90 x 55 mm gewählt, um den späteren Presseausweis in handelsübliche 95 x 60 mm Laminierhüllen einzuschweißen. (Wer professionell arbeitet, lässt seine Rohlinge natürlich im Scheckkartenformat auf Plastikkarten drucken.)

Als erstes wird die Fläche für den Satzspiegel aufgeteilt (Bild 1), und zwar ausgehend von einem Quadrat auf der rechten Seite. Um ringsum etwas Rand zu lassen, verkleinere ich das ursprüngliche Quadrat von 55 x 55 mm zur Mitte hin auf 50 x 50 mm. Das ergibt einen Rand von 2,5 mm und damit eine Gesamtlänge für den Satzspiegel von 85 mm. Ein Drittel davon beträgt 28,33 mm, was ich auf 28,5 mm aufrunde. Da ich zwischen den beiden Satzflächen ebenfalls 2,5 mm als Zwischenraum haben möchte, kann ich also eine Kantenlänge meines Quadrats auf 54 mm vergrößern. Die Formel dafür lautet: 85 – (28,5 + 2,5) = 54.
Als nächstes wird der Text angelegt (Bild 2). International bedeutet, das Dokument wenigstens in Englisch, Deutsch und Französisch auszustellen. Die ausstellende Organisation ist natürlich frei erfunden; um sicher zu gehen, dass das auch wirklich so ist, sollte man zuvor ein wenig googeln.
Anschließend wird der Text formatiert (Bild 3). Um ein Dokument »amtlich« wirken zu lassen, empfiehlt es sich bekannte Fonts zu verwenden. Ich hab im Beispiel die Franklin Gothic Demi Condensed gewählt. Und für die Personalisierung macht sich eine Maschinenschrift richtig gut, hier die OCR-A. Schließlich werden noch ein paar Linien eingesetzt (Bild 4) sowie die persönlichen Angaben des Ausweis-Inhabers.

Um etwas »amtlich europäisch« wirken zu lassen, benötigt man außerdem einen Kranz aus 12 Sternen sowie die Farben Blau und Gelb. Einen Stern erzeugt man mit dem Stern-Werkzeug. Mit einem Klick in die Arbeitsfläche öffnen sich die Optionen. Hier hab ich für den ersten Radius 8 mm und für den zweiten 3 mm gewählt, und natürlich 5 Zacken. Den so erzeugten Stern hab ich auf 2,5 mm verkleinert.
Theoretisch kann man mit Hilfe des Verschieben-Dialogs (Objekt » Transformieren » Verschieben…) eine Reihe Duplikate mit regelmäßigem Abstand erzeugen, diese in die Pinselpalette ziehen, um einen neuen Bildpinsel anzulegen, um diesen anschließend einem Kreis zuzuweisen. Das Problem hierbei ist, dass die Sterne dann nicht mehr alle senkrecht stehen, und an den Enden stimmen die Abstände ebenfalls nicht (Bild 5, der blaue Kranz).
Ich behelfe mir mit einem Trick: Ich zeichne eine senkrechte Linie in Höhe des gewünschten späteren Kranzdurchmessers, und bringe oben und unten je einen Kreis im Durchmesser 2,5 mm an. Diese Hilfskonstruktion wird gruppiert und Kopien davon um 30 Grad gedreht (Objekt » Transformieren » Drehen…), bis der Kreis voll ist. Anschließend werden alle Gruppierungen aufgelöst und die Sterne an den kleinen Kreisen ausgerichtet. Die Hilfskonstruktion kann man wieder löschen, denn nun hat man einen einwandfreien »europäischen« Sternenkranz (Bild 5, der gelbe Kranz).
Nun wird ein Ablaufdatum angelegt und mit einer Linienkonstruktion optisch etwas aufgewertet (Bild 6). Und dieses Datum wird zusammen mit dem Sternenkranz auf dem Ausweis platziert (Bild 7).
Jetzt muss nur noch die untere rechte Ecke aufgefüllt werden. Dazu setze ich das Wort »Press« um 90 Grad gedreht, und weil noch etwas Platz ist, bringe ich einen x-beliebigen Barcode dort an, natürlich proportional skaliert auf die notwendige Höhe und anschließend in der Breite auf das verfügbare Maß reduziert.

Als nächstes wird ein fälschungssicheres Hintergrundmuster benötigt. Dazu zeichnet man mit dem Buntstift-Werkzeug eine Linie in beliebiger Form (Bild 9). Die nachfolgende Transformation sorgt dafür, dass immer eine interessante und harmonische Figur entsteht. Und zwar geht man über das Menü Objekt » Transformieren » Einzeln transformieren… und spielt ein wenig mit den Werten (Bild 10). Alles außer »Zufallswert« ist erlaubt. Der Zufallswert erzeugt keine harmonischen Figuren, und zu große Werte bei Skalierung, Abstand und Winkel ergeben ebenfalls keinen rechten Sinn.
Die so entstandene Figur platziert man auf die Zeichenfläche, so dass sie ganz ausgefüllt ist; eventuell muss man das Ganze noch etwas skalieren und/oder verschieben. Anschließend legt man eine Fläche in Größe der Zeichenfläche auf das Muster, wählt beides miteinander aus und erstellt eine Schnittmaske (Objekt » Schnittmaske » Erstellen), um die überstehenden Teile zu verdecken (Bild 11).
Das Ganze bekommt eine hauchdünne Linienstärke (0,25 Pt) und ein helles Blau (hier: Cyan 30%, Magenta 20%, Yellow: 0%, Key [schwarz] 0%) und wird im Hintergrund angeordnet (Objekt » Anordnen » In den Hintergrund) (Bild 12).

Foto: © Yuri Arcurs – Fotolia.com
Nun wird das Feld für das Passfoto angelegt. Zunächst wird die graue Fläche ebenfalls hellblau (Werte wie oben), und in der Aussehen-Palette wird der Einblendmodus auf »Negativ multiplizieren« gesetzt, damit die Linien des Sicherheitsmusters negativ durchscheinen (Bild 13).
Anschließend kommt oben und unten jeweils eine 2 Punkt dicke Linie auf das Feld. Beide werden markiert und dann werden die Angleichen-Optionen aufgerufen (Objekt » Angleichen » Angleichung-Optionen…). Im sich öffnenden Dialogfenster wähle ich bei »Abstand« »Festgelegte Stufen«, trage eine sinnvolle Anzahl ein und bestätige mit OK. Danach muss man noch übers Menü die vorgenommenen Einstellungen ausführen (Objekt » Angleichen » Erstellen), und schon sind die beiden Linien mit weiteren Linien in gleichmäßigem Abstand aufgefüllt (Bild 14). Dieses Objekt erhält in der Aussehen-Palette den Einblendmodus »Ineinanderkopieren«.
Auf diesem Feld wird ein in Photoshop zuvor ausgeschnittenes Portraitfoto platziert (Bild 15) und darunter kommt ein Rechteck mit abgerundeten Ecken – auf diesem Feld soll später ein Hologramm angebracht werden (Bild 16).
Wer sich selbst einen Presseausweis erstellen möchte, kann einen Schnipsel handelsübliche, selbstklebende Hologrammfolie aufkleben. Wer mit einem dummdreisten Geschäftsmodell liebäugelt und deshalb die Massenproduktion vorzieht, verwendet natürlich echte Sicherheitshologramme aus China.

Für das »Tutorial Presseausweis« schiebe ich ein Mini-Tutorial »Simulation eines Sicherheitshologramms« ein: Zuerst wird ein Text als Muster gesetzt, und zwar richtig klein (3 Punkt) und richtig eng (Zeilenabstand ebenfalls 3 Punkt). Das Ganze wird hintereinander kopiert und wieder eingefügt, bis eine Fläche entstanden ist, die größer ist als das eigentliche Hologramm-Feld (Bild 17).
Der Text wird etwas gedreht, das Feld darüber gesetzt, beides markiert und in der Pathfinder-Palette wird »Schnittmenge von Formbereichen« gewählt (Bild 18). Und dann werden in den Farbfeldern die Bibliothek mit den Metall-Verläufen aufgerufen. Der zugeschnittene Text erhält einen radialen Verlauf »Buntes Chrom«; mit dem Verlaufswerkzeug wird ein Winkel von oben links nach unten rechts frei gewählt. Und das Hologramm-Feld erhält einen linearen Verlauf »Chrom«, ebenfalls in einem frei gewählten Winkel von oben links nach unten rechts. Nun wird der Text noch über das Feld gelegt (Bild 19.)
Damit es auf dem Presseausweis auch echt wirkt, wird dem Feld in der Aussehen-Palette der Einblendmodus »Differenz« mit einem Wert von 25% zugewiesen. Der Text erhält den Einblendmodus »Hartes Licht« mit einem Wert von 60%. Darüber wird noch die Jahreszahl vom Ablaufdatum angebracht, und zwar als Outline, d.h. keine Füllung, Kontur 0,5 Punkt, hellblau (Werte wie oben), und als Einblendmodus »Ineinanderkopieren« mit einem Wert von 70% (Bild 20). Damit ist die Vorderseite fertig.

Die Rückseite ist vergleichsweise rasch angelegt. Natürlich bleibt es bei den bereits ermittelten Maßen für den Satzspiegel, der hier aber ungeteilt verwendet wird (Bild 21).
Zunächst wird das Sicherheitsmuster im Hintergrund gespiegelt und etwas verschoben – jede veränderte Nuance erhöht die Glaubwürdigkeit eines solchen Dokuments (Bild 22).
Als nächstes wird das Logo der ausstellenden Organisation benötigt. Den Schriftzug habe ich auf der Vorderseite bereits in Kapitälchen gesetzt. Hier wird er einfach blau gefärbt (Cyan 100%, Magenta 80%, Yellow: 0%, Key [schwarz] 0%), und zwischen den Worten »European« und »Press Council« wird genug Platz für den Sternenkranz gelassen. In den Sternenkranz kommt eine schemenhafte Darstellung der Länder Europas. Das ganze wird gruppiert, und damit es auf den Sicherheitslinien auch gut zu sehen ist, wird in der Aussehen-Palette eine neue Kontur angelegt, 2 Punkt stark und weiß, und diese wird unter den Inhalt gezogen (Bild 23).
Etwas Einleitungstext wird noch benötigt sowie eine frei erfundene Webadresse als Kontaktinformation (Bild 24).

Danach wird das Fotofeld von der Vorderseite kopiert und auf die volle Breite, aber nur etwa 2/3 Höhe gebracht; von den darüber liegenden Linien müssen einige gelöscht werden (Bild 25).
Als nächstes folgt ein Standardtext in allen drei Sprachen, der besagt, dass der Ausweisinhaber für die Presse arbeitet und von Behörden, Organisationen und Vereinen dementsprechend unterstützt werden soll (Bild 26). Da dieser Text ebenfalls sehr klein ist, empfiehlt es sich auch hier, in der Aussehen-Palette eine zusätzliche Kontur in hellblau unter den Inhalt zu legen und deren Einblendmodus auf »Aufhellen« zu setzen.
Zum Abschluss wird noch ein weißer Streifen als Unterschriftenfeld angebracht (Bild 27) und die Unterschrift des Ausweis-Inhabers darauf gesetzt (Bild 28).
Der fertige Ausweis kann nun – am besten mit der höchsten Auflösung – ausgedruckt und laminiert werden.

Hinweis für Spätzünder: Dieser Blogpost ist nicht etwa als Anleitung für ein dummdreistes Geschäftsmodell zu verstehen, sondern versucht, dieses zu unterlaufen. Die Kernaussage, dass sich im Grunde jeder mit wenigen Mitteln ein echt wirkendes Dokument selbst erstellen kann, ist als freundliche Warnung an jene gerichtet, die möglicherweise auf solch dubiose Angebote hereinfallen.
Falls dennoch jemand dazu inspiriert wird, die hier beschriebene Geschäftsidee umzusetzen, möchte ich darauf hinweisen, dass sowohl Betrug als auch Urkundenfälschung strafbar sind.
Bundeseinheitliche Presseausweise werden ausschließlich von den Landesorganisationen namhafter Medienverbände ausgestellt.
Das hier abgebildete Muster ist offiziellen Presseausweisen nachempfunden, jedoch nicht identisch mit diesen. Es hat keinerlei Bedeutung als Presseausweis.
Nichtsdestotrotz kann in weiten Teilen der Welt wenigstens die internationale Presse einigermaßen frei arbeiten, und wer will, kann sich mit einem x-beliebigen Dokument als Pressevertreter ausweisen. Ob daraufhin Zugang zu besonderen Informationen gewährt wird, sei dahingestellt. Reisefreudige Hochstapler sollten sich jedoch klar machen, dass Pressevertreter in einigen Ländern bevorzugt entführt und misshandelt werden.
Herzliche Grüße aus Berlin,
Klaus-Dieter Knoll
aka kadekMEDIEN


7. März 2011 
Schönes Tutorial, aber der Mühe nicht wert, wo man den Presseausweis doch an jeder Ecke im Internet für 50€ kaufen kann :D
und wer glaubt, mit so einem “Dokument” auch nur eine Kinokarte gratis zu erhalten, kennt die echten Ausweise nicht (für die man allerdings auch nicht viel mehr erhält, als freien Zugang zur nächsten Fressmesse).
Ich würde die Arbeitszeit mit Sinnvollerem verbringen, beispielsweise Geld verdienen…
Falls dennoch jemand dazu inspiriert wird, die hier beschriebene Geschäftsidee umzusetzen, möchte ich darauf hinweisen, dass sowohl Betrug als auch Urkundenfälschung strafbar sind.
Bundeseinheitliche Presseausweise werden ausschließlich von den Landesorganisationen namhafter Medienverbände ausgestellt.
Das hier abgebildete Muster ist offiziellen Presseausweisen nachempfunden, jedoch nicht identisch mit diesen. Es hat keinerlei Bedeutung als Presseausweis.
Soweit das Zitat:
Und nun die juristische Realität,
1.-Wer etwas im Internet so informativ zur Verfügung stellt, statt gewisse Dinge einfach wegzulassen, ist selbst schuld, wenn es kopiert wird. Schon einmal das Urheberrechtschutzgesetz gelesen?
2.- Bundeseinheitliche Presseausweise gibt es nicht, da hierzu seit Gründung der so genannten BRD die rechtliche Grundlage fehlt. Auch das Grundgesetz gibt jedem Bürger der BRD das Recht, als Journalist tätig zu werden.
Die Landesorganisationen sind nichts weiter als Bürogemeinschaften ohne jegliche staatliche Anerkennung, wie in den zahlreichen Innenministerkonferenzen der Länder und des Bundes festgetellt wurde.
3. – “Das hier abgebildete Muster…” Das ist völliger Unsinn, da man dieses Bild nun einfach kopiert, dann mit dem billigen PAINT.net Programm ein wenig bastelt und fertig ist die Kiste. Kartendrucker und fertig!
Wie gesagt, es gibt keine offiziellen Presseausweise. Warum wohl müssen sich auch im Ausland tätige “Journalisten” bei den jeweiligen Landesbehörden anmelden und sich akkreditieren lassen ? (Siehe Italien!)
Bitte erst fachlich kompetent informieren und recherchieren, bevor man sich im eigenen Text sogar viermal selbst ein Bein stellt und widerspicht!
K.Karl
freier “Schreiberling” und Jurist wider Willen
Hallo Herr Karl,
zu 1.) Was heißt schon, »ist selbst schuld, wenn es kopiert wird«? Ich bin Urheber und stelle es zur Verfügung. Jeder kann damit machen was er will. Meinetwegen können Sie oder wer auch immer das Muster reproduzieren und dem Dummen verkaufen, der jeden Morgen aufsteht. – Ich distanziere mich lediglich von einfallslosen Kopisten und Gaunern.
zu 2.) Die Landesverbände der Journalisten geben sehr wohl bundeseinheitliche Presseausweise aus. Da hilft es, sich ein wenig zu informieren. Oder auch nicht. Möglicherweise verwechseln Sie »bundeseinheitlich« mit »staatlich«. Der Staat BRD (lustige Abkürzung, hab ich das letzte Mal vor der Wiedervereinigung gelesen) gibt selbstverständlich keine solchen Dokumente aus, und das habe ich auch nirgendwo geschrieben.
Die bundeseinheitlichen Presseausweise der Landesverbände werden allerdings von Behörden akzeptiert. Wenn Sie sich irgendeinen Presseausweis (wie den hier abgebildeten) selber anfertigen, werden Ihnen sicherlich keine speziellen Informationen im Rahmen einer Recherche zur Verfügung gestellt, da Sie sich allenfalls lächerlich machen.
zu 3.) Es steht Ihnen selbstverständlich frei, sich als Laie zu outen. Jeder blamiert sich, so gut er kann.
Ich finde diesen Ausweis unheimlich schön gemacht und einen tollen Lehrgang, wie man so was macht. Ich wäre froh, hätten wir so schöne Presseausweise. Wir sind selber ein Verlag und stellen selber für unsere Mitarbeiter solche Ausweise her (was auch völlig legal ist), damit diese es einfacher haben bei Ihrem täglich Job in der Berichterstattung. Wir haben nirgends Probleme, denn einerseits akkreditieren wir uns immer vorher via Internet oder Telefon bei grossen Anlässen und andererseits sind die Ausweise hauptsächlich dafür da, dass bei den Eingangskontrollen wir sofort reinkommen und nicht anstehen müssen. Kein Securitybeauftragter würde jemanden mit Presseausweis, Zeitung/Medienmappe in der Hand und Fotoapparat um den Hals nicht reinlassen…
Hallo Herr Rupp,
zunächst mal herzlichen Dank für Ihr Lob! :)
Meine Absicht für dieses Tutorial bestand auch eher darin, Menschen, die an einem Presseausweis interessiert und bereit sind, unnötig viel Geld dafür an dubiose Geschäftemacher auszugeben, eine einfache Alternative aufzuzeigen.
Ich schreibe gelegentlich Rezensionen für ein Online-Kunstmagazin und halte es bei größeren Veranstaltungen genau wie Sie, indem ich mich vorher telefonisch oder per Mail akkreditiere. Ich habe auch noch nie von Problemen in diesem Bereich gehört; die gibt es wohl eher, wenn man Recherchen in Behörden erledigen will oder live aus vorderster Linie von Polizeieinsätzen berichten möchte. In diesen Fällen werden nur die »offiziellen« Ausweise akzeptiert (was man allerdings mit einem professionell gemachten ausländischen Presseausweis umgehen kann, denn wer weiß schon, wie die offiziellen in Ungarn oder Portugal aussehen?)