Die Woche im Rückspiegel – 46. KW

Meilenstein des Medienwandels: Geburtstagsständchen für die Website +++ Wahrheit und Lüge liegen dicht beieinander – auch im Internet +++ Twitter: Meme erzeugt neue Spezies +++ Anonymer Blogger fordert Vermummungsverbot fürs Internet +++ Medienwandel: PR-Hypes statt Qualitätsjournalismus +++ Social Media: Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung? +++ Social Media: Eine Stunde pro Kommunikationskanal oder geringere Erfolge

Im Alter von nur zwanzig Jahren werden Websites auch mal von Einbuchstabedanebentieren befallen, die von deren kleineren Geschwistern – den Tweets – verbreitet werden. Etwa zur gleichen Zeit treten Comichelden deutsches Urheberrecht mit Füßen, um auf Facebook Kindheitserinnerungen zu feiern. Journalisten übertreffen sich selbst mit der Lobpreisung von Ankündigungen zukünftiger Ereignisse. Und Deutschland erleidet einen Produktivitätseinbruch: anstatt zu arbeiten, sehen sich die Menschen ihre Häuser in Google Street-View an. – So ungefähr verlief die kurzweilige 46. Kalenderwoche im Jahre 2010. Und wie immer gibt’s die beste Auswahl hier im Rückspiegel.

Linktipps zum Wochenende

 
»Milliarden von Geschwistern hast du bekommen, Trilliarden von Ideen hast du transportiert, Myriaden Träume wurden auf dir geträumt.
Du hast Menschen und Lebensweisen global vernetzt, hast mich Dinge verstehen lassen, von deren Existenz ich vorher nicht einmal ahnte.
Du hast uns die Macht über unsere Medien geschenkt, Informationen personalisiert und Kommunikation revolutioniert.«

20 Jahre Websites. 20 Jahre meines Lebens – ECHTZEITGEIST

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»Tatsächlich ist die Wahrheit mit großer Wahrscheinlich “da draußen im Netz”. Aber zu den meisten Fragen/Themen eben auch die Lügen. Obwohl “Web-Aktivisten” – und da zähle ich mich dazu – immer noch voll Idealismus über die positiven Auswirkungen des Internets sind, sind nicht alle idealistischen Erwartungen aus der Frühzeit des Social Web eingetroffen. Dazu gehört leider auch die Erwartung, dass es schwieriger würde, Lügen zu verbreiten, weil man sich ja im Netz ganz schnell über die wahren Fakten informieren kann.«

Die Wahrheit ist irgendwo da draußen … im Netz – die Lüge auch! – _notizen

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»Besonders freitags abends brechen gerne mal Wortspiele an, die in ihrer Struktur an 80er-Jahre-Witze der Sorte “Alle Kinder gehen über die Straße – nur nicht Rolf, der klebt vorm Golf” erinnern. In diesem Fall wurden Tiernamen genommen und ein Buchstabe vertauscht. Das ganze ist quasi internetgewordenes Kneipenspiel und gerade deshalb trotz seiner Flachheit sehr lustig.«

YuccaTree Post + » Neue Spezies auf Twitter entdeckt: die #einbuchstabedanebentiere

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»Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen. Axel E. Fischer, der sagt, es könne nicht sein, dass sich Nutzer im Netz  hinter selbstgewählten Pseudonymen verstecken, bloggt anonym.«

Internet-Law » Axel E. Fischer selbst vermummt

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»Das Problem: Ist eine Ankündigung bekannt, werden Texte und Sendeplätze fest eingeplant. Nur wenige Journalisten haben den Mut die Planung auch bei fehlender Relevanz nach dem tatsächlichen Event durcheinander zu bringen. Aber: Wenn Leser immer häufiger feststellen müssen, dass sie nur Unternehmenspräsentationen vorgesetzt bekommen, ohne dass sich Journalisten damit kritisch auseinander gesetzt haben, dann dürfen sich Journalisten nicht wundern, wenn die Leser das Vertrauen in ihre Medien verlieren.«

Nach dem Facebook-Event: Der Hype-Journalismus im Schatten der Web-Giganten — Was mit Medien

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»Natürlich werden die klassischen Online-Medien – Unternehmens-Websites, Websites von Zeitungen und Fachzeitungen oder Suchmaschinen – in einem noch stärkeren Umfang genutzt und es lässt sich noch ein „Vertrauensvorschuss“ der etablierten Kanäle identifizieren. Jedoch sollten Unternehmen – hinsichtlich der Ergebnisse zur Entwicklung und des Einflusses von Social Media sowie deren aktueller Nutzung – über die eigenen Kanäle hinausdenken und sich der Welt jenseits der Corporate Walls stellen.«

Demokratisierung der öffentlichen Meinungsbildung durch Social Media?! | about.virtual-identity.com

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»Viele Menschen unterschätzen die Zeit und Energie, die es braucht, um im Social Web erfolgreich zu werden, einen Personal Brand aufzubauen und diesen Zustand danach auch beizubehalten. Zwar macht sich der Aufwand definitiv bezahlt, jedoch bringt ein großes Netzwerk auch seine Schattenseiten mit sich. Es entstehen Erwartungshaltungen und Verpflichtungen.«

PR Blogger: Haben Sie für Social Media zuviel Zeit?

 

Ein schönes Wochenende wünscht
Klaus-Dieter Knoll
aka kadekMEDIEN

 

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