Die Woche im Rückspiegel – 34. KW

StreetView-Alternative 1: Bildkarten aus Deutschland seit 1948 +++ StreetView-Alternative 2: Staat verkauf Geodaten +++ Status-Update killt Telefonat +++ Location Based Service mal andersrum +++ Aus Blogcharts werden Twittercharts +++ Kein Leben ohne Massenmedien +++ Von Mundpropaganda und viralen Effekten +++ Vergessen können ist eine Gnade +++ Historische Unfälle aufgelöst: Filesharing und Micropayment vs. Bezahlschranken +++ Johannes Lenz über Bernhard Jodeleits Social Media Relations — Ob wir es wahr haben wollen oder nicht: Die Digitalisierung verändert unser Leben rasch und nachhaltig. Allein in dieser Woche gab es zahlreiche Hinweise darauf. Und hier finden sie sich wieder: im Rückspiegel.

Linktipps zum Wochenende
 

»Trotzdem gab es da diese Leute, die damals schon mit ihrem Kameraauto quer durch Deutschland fuhren und Bilder machten – von Straßen, von Häusern, von Parks und von Schulen. Und eben auch vom Wohnsitz des Bundeskanzlers. … Doch was bei Google heute zu heftigen Protesten von Datenschützern und Politikern führt, hat früher nie Widerstand ausgelöst.«

WELT ONLINE – Kartendienste: “Street View” gibt es in Deutschland seit 1948

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»Der eifrigste Sammler von sogenannten Geodaten ist jedoch der Staat. Seit Jahren fliegen Flugzeuge – ausgerüstet mit hochauflösenden Kameras auch über Schleswig-Holstein und nehmen im Auftrag der Landesregierung jedes Detail in den Fokus. “Alle zwölf Monate wird so etwa ein Fünftel der Landesfläche erfasst”, bestätigt das Landesvermessungsamt in Kiel. Die Liegenschaftsbehörden nutzen Satellitenbilder, um ihre registrierten Gebäudevermessungen mit der Realität abzugleichen. Jeder schwarz gebaute oder nicht eingemessene Schuppen ist auf den Bildern zu identifizieren. Die Folge: In den vergangenen Monaten wurden massenhaft Gebührenbescheide verschickt.«

shz.de – “Street View”-Alternativen: Beschattung von oben

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»Doch dass ändert nichts an der Tatsache, dass für viele Menschen die Notwendigkeit von Telefonaten abnimmt. Und manchmal – gerade wenn ich Parolen höre wie die am Artikelanfang zitierte – wünsche ich mir, die jeweilige Person würde erkennen, dass ein bewusstes Festhalten an Anrufen in Situationen, in denen es Textkommunikation auch tun würde, immer auch einen Tick egoistisch ist. Denn während der Gegenüber bei einer geschriebenen Nachricht eigenständig über den Zeitpunkt der Antwort entscheiden kann, hat er diese Wahlmöglichkeit bei einem Anruf nicht – es sei denn, er geht gar nicht erst ran.«

netzwertig.com – Zunahme der Textkommunikation: Der Tod des Telefonats

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»Insgesamt also sind Geolocations ein durchaus interessanter Ansatz, dessen Markt sich aber eher aus der anderen Richtung entwickeln könnte: Nicht ich teile der Welt mit, wo ich gerade bin (was außer datenhungrige Unternehmen wie Apple, Facebook und Google ohnehin kaum jemanden interessiert), sondern die Welt teilt mir mit, was in meiner Umgebung gerade Interessantes passiert.«

CARTA – Facebook Places: Ich bin hier, wie sag ich’s dir?

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»Es finden sich also Blogs und professionelle redaktionelle Websites in derselben Liste. Das hat den Vorteil, das direkt vergleichbar ist, wie populär Blogs bei den Twitter-Nutzern im Vergleich zu anderen Angeboten sind. Für die Liste habe ich zudem nicht nur die “Unique User”-Werte der vergangenen sieben Tage herangezogen, sondern einen Durchschnitt der “Unique User”-Zahlen der vergangenen 16 Wochen errechnet.«

popkulturjunkie.de – die völlig neuen, anderen twittercharts

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»Evident wird aber auch, wie stark Blogs auf die klassischen Medien angewiesen sind, um mit einer Botschaft allenfalls eine Wirkung erzielen zu können. Ich-Buden im Internet schaffen keine relevante Öffentlichkeit. Dazu braucht es die guten alten Kanäle.«

NZZ Online – Kein Leben ohne Massenmedien

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»Selbst wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, ist ein viraler Effekt nicht programmiert. Ein paar Funken Eigendynamik entscheiden mit darüber, ob etwas zum Lauffeuer wird oder nicht. Daher ist Vorsicht geboten, wenn Experten Unternehmen bei viralen Kampagnen das Blaue vom Himmel versprechen. Ein Knackpunkt ist, wie der Erfolg von viralen Kampagnen gemessen wird. Quantitative Messgrößen, wie Klicks, sagen noch nichts darüber aus, wie die Nutzer den Inhalt wahrgenommen haben und welcher Eindruck hinterlassen wurde.«

about.virtual-identity.com – Mysterium Mundpropaganda: Wie planbar sind virale Effekte?

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»Doch während wir im sozialen Leben immer schon auf verschiedenen Bühnen verschiedene Rollen spielen konnten, wird das Identitätsmanagement im Web zur beinahe unlösbaren Aufgabe. Auf dem Jahrmarkt der digitalen Eitelkeit gibt es nur noch eine große Bühne – skalierbar, durchsuchbar, archivierbar. Identitätsmanagement muss daher nicht nur das Heute, sondern auch das Gestern und das Morgen umfassen.«

Off the record – Für ein vergessliches Web

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»Online ist das aber nicht der Fall. Nicht nur sind die Distributionskosten und Vervielfältigungskosten der Newsseiten für die einzelnen Seitenaufrufe im Vergleich zu den anderen Kostenposten vernachlässigbar. Zusätzlich trennen Bezahlschranken auch noch mit ihrer Platzierung vor dem Konsum das Produkt von seinem wichtigsten Distributionskanal: Der Verbreitung durch die eigenen Leser.«

neunetz.com – Filesharing, Flattr und Bezahlschranken: Die Auflösung historischer Unfälle

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»letztlich ist das social web die summe der einzelnen social media kanäle. das social web beißt nicht, ist kritisch mit sich und anderen und spiegelt nichts anderes wieder als die realität vieler, ob sie jetzt bloggen, twittern, facebooken, zeitungsartikel schreiben oder ihr unternehmen repräsentieren. Es ist ein großer spielplatz für alle, die mit anderen ins gespräch kommen wollen. naja und sicherlich machen auf ihm auch viele Business.«

johanneslenz` blog – gelesen und für gut befunden! social media relations von bernhard jodeleit

 

Ein schönes Wochenende wünscht
Klaus-Dieter Knoll
aka kadekMEDIEN

 

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