Die Woche im Rückspiegel – 32. KW

Deutschlandtrend: Panikmache stets Fehlalarm +++ Wenn Streetview ein Stück Seele raubt +++ Streetview in den Hauptnachrichten, Netzneutralität unter ferner liefen +++ Vom langsamen Sterben der Netzneutralität +++ Netzneutralität behindert Innovation +++ Deutschland: Aufschwung ohne Urheberrecht +++ Twitter: Zahl der Follower schlechter Indikator für Qualität +++ Internet macht Kontakte oberflächlich? Blödsinn! +++ Keine falsche These: Ende der Privatsphäre +++ Web Experience Management: der kluge Mix +++ Social Media: Märkte, Gespräche, Kindergeburtstag +++ Social Media: Märkte sind Orte für Gespräche — Interessante Erkenntnisse und herrliche Kontroversen spiegeln sich dieses Wochenende im Rückspiegel.

Linktipps zum Wochenende
 

»Die amtliche Aufregung verhilft einer provinziellen Ängstlichkeit vor dem bösen Blick des Nachbarn zum Durchbruch – in einer Welt, in der wir so stolz darauf sind, offen für alles, global vernetzt und unglaublich kommunikativ zu sein. Das ungute Gefühl, das manche Bürger haben, wenn sie daran denken, dass künftig in New York jeder sehen kann, wie ihr Reihenendhaus in Hamburg-Hoheluft von außen aussieht, muss man wohl respektieren. Aber sollte es zum Maßstab des deutschen Grundrechtsschutzes werden? Das wäre wirklich die Datenschutzhölle.«

SPIEGEL ONLINE – Google Street View: Die lächerliche Angst vorm bösen Blick

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»Ich denke auch, dass es eine neue, digitale Öffentlichkeit gibt. Die Umgangsformen in ihr müssen wir erst entwickeln, die Erscheinungsformen diskutieren. Über Bedenken von zwangsweisen Teilnehmern einfach hinwegzugehen, hilft uns aber bei der Erfindung neuer Verhaltensweisen jedenfalls nicht weiter.«

CARTA – Google StreetView: Die Angst vor der Öffentlichmachung des öffentlichen Raums

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»Das ist so typisch. Weil es zu kompliziert erscheint, ein Thema wie Netzneutralität zu erklären, wird lieber auf Ressentiments gezielt und suggeriert, daß der Gartenzwerg in Gefahr sei, nur weil das Google-Auto vorbeifährt. Ohne Netzneutralität geht das Konstrukt des freien Internets den Bach runter, damit ist die Meinungsvielfalt gefährdet und die Möglichkeiten für die wirtschaftliche Entfaltung werden zu Gunsten der Big Player wie Google limitiert. … Streetview in den Hauptnachrichten, Netzneutralität bzw. Google/Verizon nur irgendwo in den Online-Medien. Und wir wundern uns, daß Deutschland bei Internet-Themen immer weiter ins Hintertreffen gerät.«

Lummaland – Google/Verizon vs. Google Streetview: 1000:1

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»Je häufiger wir mit radikal anmutenden Forderungen der Telekommunikationsanbieter wider der Netzneutralität konfrontiert werden, desto mehr gewöhnen wir uns an sie, desto mehr akzeptieren wir, dass sich die Zeiten, in denen der Inhalt versendeter Daten für Provider keine Rolle spielte, vorbei sind. Die Folge dieses Gewöhnungsprozesses wäre, dass anschließende Zugeständnisse der Zugangsanbieter als Sieg, bestmögliche Lösung und Kompromiss angesehen werden – obwohl die Netzneutralität trotzdem in Teilen zu Grabe getragen wurde.«

netzwertig.com – Netzneutralität: Beunruhigende Tendenzen

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»Das mobile Web ist dabei, eine genauso wichtige Rolle für die Konsumenten einzunehmen wie das stationäre Internet. Und es ist nach dem Willen von Google/Verizon auch zukünftig und ganz offiziell kein Ort, an dem sich auf die Neutralität der Netze pochen lässt. Verbraucher sind damit auch weiterhin auf die Launen der Zugangsanbieter angewiesen, was die Verfügbarkeit von bestimmten Dienstearten betrifft. Startups hingegen können sich niemals sicher sein, ob ihre Services von den Mobilfunkgesellschaften akzeptiert werden, und auch nicht, ob ein Konkurrent aufgrund einer Kooperationsvereinbarung mehr Liebe und höhere Prioritäten erhält. Für Google dürfte das natürlich alles kein Problem sein…«

netzwertig.com – Netzneutralität: Warum das Google-Verizon-Abkommen Innovation behindert

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»Höffner hat die frühe Blütezeit des Gedruckten hierzulande beleuchtet und kommt zu einem überraschenden Befund: Anders als in den Nachbarländern England und Frankreich habe sich in Deutschland im 19. Jahrhundert eine beispiellose Explosion des Wissens vollzogen.«

SPIEGEL ONLINE – Geschichte: Explosion des Wissens

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»Weil die bekannten Qualitätsfaktoren aber in keinem Zusammenhang mit dem Einfluss eines Twitterers stehen, haben die Forscher kurzerhand ein neues Kriterium entwickelt: den Einfluss-Passivitäts-Algorithmus (IP). Er soll ausweisen, inwieweit es Twitterern gelingt, ihre definitionsgemäß eher passiven Follower zum Weiterleiten und Klicken auf einen Link zu motivieren. Wichtig ist dabei, welche Aufmerksamkeit ein Twitterer in der Masse der eher passiven Verfolger bekommt. Der IP-Algorithmus berücksichtigt also nicht nur die Zahl der Klicks, sondern auch, ob der Klick von ansonsten eher passiven Nutzern kommt.«

Netzökonom – F.A.Z.-Community: Wie man auf Twitter eine große Nummer wird

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»Ist also ein Abend auf Mein VZ oder Facebook besser als ein Abendessen, das man für eine Handvoll Freunde gekocht hat und gemeinsam mit ihnen in angeregter Unterhaltung genießt? Sicher nicht. Hat man jeden Abend Zeit für ein solches Luxusprogramm? Eben. Und statt allein vor dem Fernseher zu sitzen, sind ein paar Nachrichten, die man online mit Freunden austauscht, sicher nicht die schlechteste Alternative.«

ZEIT ONLINE – Soziale Netzwerke: Alle Freunde auf einen Klick

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»Das Internet bereitet den Kommentatoren Kopfzerbrechen, weil es wie kein Artefakt zuvor das wirre Aggregat menschlicher Motivationen spiegelt. Das tut im Kleinen auch Facebook. Es stellt sich dennoch die Frage, ob ein wesentlicher Reiz der Seite nicht darin besteht, dass sie dem erschöpften Selbst Ermächtigung verspricht. …. Der Verzicht auf Privatsphäre scheint jedoch ein geringer Preis für eine gefundene Identität, und so steht zu befürchten, dass Zuckerberg trotz allem recht behält.«

FAZ.NET – Ende der Privatsphäre?: Der Traum von einem idealen Leben

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»Die Antwort ist nicht Facebook-Abstinenz, aber ein sinnvoller Einsatz in einem klugen Mix aus den besten Funktionen und Angeboten im Netz, in Kombination mit einem individuellen und effizient kommunizierenden eigenen Webauftritt im Zentrum. Der große Unterschied zwischen heute und der Situation vor einigen Jahren ist, dass die eigene Präsenz im Web nicht auf die eigene Website und bestenfalls noch ein paar Reflektionen der PR-Arbeit beschränkt ist. Die Präsenz verteilt sich auf viele Orte und Medien, die in einem zentralen Ort, der eigenen Website „verankert“ sind. Die Website „spiegelt“ und verknüpft die Aktivitäten im Web.«

t3n News – Web Experience Management: Wie die eigene Website und Facebook sich ergänzen

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»Weil Marken sich den Flirt nicht zu trauen, weichen sie bei Social Media gerne aus auf eine Art Kindergeburtstag und verstehen Dialog als Animation zum Topfschlagen bei Facebook oder noch schlimmer als Kanal, der einfach bespielt werden muss. Das ist dann aber auch nicht weit entfernt vom Kindergeburtstag.«

Off the record – Das Missverständnis Social Media

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»Das Bedeutende an Social Media ist, dass ich zum ersten Mal in größerem Stil an der Kommunikation teilhaben KANN – im Sinne des Zuhörens und ggf. auch im Sinne des Teilnehmens. Die Gespräche haben ja schon immer stattgefunden – an den Stammtischen. Aber ich als Unternehmen war selten dabei.«

talkabout – Das Missverständnis Social Media? Oder: Die Frage nach der richtigen Kartoffel

 

Ein schönes Wochenende wünscht
Klaus-Dieter Knoll
aka kadekMEDIEN

 

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