Faszination Social Media: Google – Gigant und Außenseiter

Social Media fasziniert vor allem durch die demokratische Teilhabe am öffentlichen Kommunikationsgeschehen, die es jedermann erlaubt, binnen Sekunden ein großes Publikum anzusprechen. Sicher zählen auch die einladend einfache Handhabung der Web2.0-Technologie sowie ein nicht zu unterschätzender Spaßfaktor zu den bedeutenderen Erfolgsfaktoren. Die Tatsache aber, dass allein die kommunikativen Möglichkeiten unwiderstehlich attraktiv auf Massen von Teilnehmern wirkt, macht Social Media fürs Marketing ebenso interessant wie unverzichtbar.

Dominanz der Suchmaschinen

Bevor sich das Mit-mach-Internet unter dem Begriff Social Media durchsetzte, dominierten die Suchmaschinen das Geschehen im Internet. Allen voran Google, das seinen Erfolg einzig darauf begründet, die besten Suchergebnisse zu liefern. Diese überzeugende Effektivität hat Massen von Internetnutzern angezogen, und vor allem Website-Betreiber begannen, ihre Internetseiten an die Anforderungen des Suchgiganten anzupassen. Erst im Verlauf dieser Erfolgsgeschichte hat Google sein Geschäftsmodell Werbenetzwerk auf die in seinem Index befindlichen Webseiten angewandt. Und da Google Werbetreibende einlud, an seinem Erfolg teilzuhaben, sicherte es sich Geschäftsmodell, Massenattraktivität und exzellente, weil optimierte Suchergebnisse gleichermaßen.

Entgegen allen Unkenrufen startet auch heute noch die Mehrheit der Nutzer ihren Ausflug ins Internet mit dem Aufruf einer Suchseite. Social-Media-Enthusiasten mag es befremdlich erscheinen, dass man sich Inhalte umständlich ergoogelt, wo sie doch für gewöhnlich den Weg zum Nutzer nehmen, nicht umgekehrt. Das ändert aber nichts daran, dass die bevorzugte Websuche Google zu einem Giganten macht, in dessen Netzwerk die meisten Internetnutzer anzutreffen sind.

Mehr als eine Suchmaschine und doch Gigant an Rand

Google ist aber weit mehr als nur eine Suchmaschine mit angeschlossenem Werbenetzwerk. Mit zahlreichen nützlichen Tools und Webdiensten, die es kostenfrei zur Verfügung stellt, lockt es nicht nur immer neue Nutzer an, sondern bindet auch die bestehende Kundschaft stärker an sich. Und auch wenn Google es bislang nicht verstanden hat, seine Aktivitäten zu einem als Social Network funktionierenden großen Ganzen zusammenzufügen, kommt man als Marketer nicht umhin, sein Angebot dort zu unterbreiten, wo Interessierte danach suchen.

Es kann den eigenen Webauftritt also nur stärken, bindet man diverse Dienste von Google darin ein und bedient sich darüber hinaus der nützlichsten Tools. Abgesehen von professionellen Anzeigenkampagnen im Rahmen von Google-AdWords, erhöht man seine Auffindbarkeit beispielsweise mit einem Google-Profil und erhält auch noch hochwertige Links zu den eigenen Websites. Mit Google Wave steht ein leider etwas aus dem Fokus geratenes, aber nichtsdestoweniger zukunftsweisendes Kollaborationswerkzeug zur Verfügung. Und nicht zu vergessen der Microblogging-Dienst und Twitter-Konkurrent Google Buzz für das Verbreiten von Kurznachrichten samt Bildern, Videos und Links, dessen Kommentarfunktion den direkten Dialog ermöglicht.

Als Unternehmen sollte man sich auch darüber im Klaren sein, dass 70% aller Geschäfte lokal getätigt werden, weshalb Nutzer mit entsprechenden Anfragen auch eher die lokale Suche aufrufen. Auf einen Eintrag in Google-Maps zu verzichten, grenzt daher schon an Fahrlässigkeit. Abgesehen davon, dass diese ortsbezogenen Daten in Verbindung mit nutzergenerierten Daten diverser Location Based Services künftig verstärkt für Augmented-Reality-Anwendungen – und somit wieder vor allem für Werbung und Marketing – genutzt werden dürften.

Ebenso erfreut sich Video-Marketing immer größerer Beliebtheit. In einem kurzen Clip lassen sich die Vorteile Ihrer Produkte oder Dienstleistungen trefflich auf den Punkt bringen und obendrein interessanter aufbereiten als purer Text. Und obwohl es natürlich wichtig ist, dass ihre Videos überall im Internet Verbreitung finden, wird die Veröffentlichungsplattform erster Wahl sicherlich YouYube sein. Und wo YouYube draufsteht, ist natürlich ebenfalls Google drin ;)

Fazit: Angefangen von der Suchmaschine über das Werbenetzwerk bis hin zu den zahlreichen nützlichen Anwendungen, die mindestens Social Network-Features mit anbieten, ist Google fürs Marketing unverzichtbar. Lediglich seine regelmäßig Kopfschütteln hervorrufende Unfähigkeit, all diese Dienste auf einer Plattform zu vereinen, von wo aus der Nutzer mit seinem Profil zentral darauf zugreifen kann, lässt den Giganten als Außenseiter in Sachen Social Media erscheinen.

Herzliche Grüße aus Berlin,
Klaus-Dieter Knoll
aka kadekMEDIEN

 

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Über kadekmedien

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Eine Antwort zu “Faszination Social Media: Google – Gigant und Außenseiter”

  1. man kann facebook-seiten mit kneipen/restaurants/bars vergleichen: es gibt immer gute/interessante/angesagte .. läden, wo man gerne hingeht. in manche täglich, in andere gelegentlich [sämtliche kneipen der stadt zu kennen und zu frequentieren schafft ohnehin nur einer - nämlich der lokalreporter ,-)] 

    -> das wichtigste argument für den erfolg einer facebook-seite ist meiner einschätzung nach die frage der richtigen betreuung. ein guter laden [egal was er anbietet] lebt und fällt mit dem wirt .. ich zb suche mir nur auftraggeber deren produkte und philosophie ich mag – das ist wichtig für meine glaubwürdigkeit [und die meiner kunden] – die leute kommen gerne und regelmäßig, erfreuen sich [im besten fall] an der lebendigkeit des marketings .. täglich kommen zweidrei fans hinzu, die seite wächst u. gedeiht, langsam und beständig – so geht gutes & kluges facebook-seiten-marketing!

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