Die Woche im Rückspiegel – 27. KW

WIR haben gegen Argentinien gewonnen! DIE haben gegen Spanien verloren! +++ RIP Fritz Teufel +++ Mit Sicherheit in den Maulkorb-Staat +++ Medienmanipulation: Applaus für Wulff geklaut +++ Jungbrunnen Deutschland +++ Gedruckte Küsse halten länger +++ Blogger drucken das Internet aus +++ Fressen Blogs Zeit? +++ Machen Blogger die Flattr? +++ Blühender Klickviehhandel auf Facebook +++ Google bläst ins Apple-Horn — Erstaunlich viel los für eine Woche im Sommerloch. Schaut’s euch an, im Rückspiegel!

Linktipps zum Wochenende
 

»Am Dienstag starb Fritz Teufel: Der berühmte 68er wurde gerade mal 67. Solche Sätze hat er selbst produziert und man könnte ganze Seiten mit herrlichen Zitaten Teufels füllen. … Er hatte Anteil daran, dass “dieses Land”, so Teufel, “wieder in die Gemeinschaft der Nichtverbrecher-Staaten aufgenommen werden konnte”.«

taz.de – Nachruf Fritz Teufel: Der Humorist der 68er ist tot

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»Klaus Norbert nennt das den „Maulkorb-Staat“. …Um die bürgerliche Meinungsbildung aber von vorne herein so gering wie möglich zu halten, werden uns die unwichtigsten Sachen als unfassbare Sensation verkauft, um von den wirklich wichtigen Punkten anzulenken. Und wenn es doch einmal ans Eingemachte geht, dann tauchen im Umfeld eben Begriffe wie „Sicherheit“ oder „Gesundheit“ auf, gegen die „man“ ja nicht argumentieren kann.«

The Intelligence – Die Einflüsterer – oder man gewöhnt sich an alles

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»Beim Volk da draußen vor der Videoleinwand hingegen überraschte diese Darstellung. Tatsächlich gab es bei den rund 500 Zuschauern lang anhaltenden, respektvollen Applaus – allerdings als der Bundestagspräsident Norbert Lammert die Stimmenzahl für Joachim Gauck verkündete.«

taz – ARD-Übertragung der Präsidenten-Wahl: Falsche Jubelbilder

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»Alterndes Deutschland? Ein übler Witz! … Ignorieren Sie, dass … im Jahr 2035 würde jeder zweite Deutsche schon über 65 sein. – Das Gegenteil ist richtig. Jeder zweite Deutsche wird dann jünger als 65 sein. «

CARTA – Hilfe, Deutschland wird immer jünger!

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»Ich würde mich nicht so lange an diesem Essay abarbeiten, … wenn ich nicht das Gefühl hätte, dass es in erstaunlicher Deutlichkeit zeigt, wie irreal das Weltbild dieser Leute geworden ist und wie fern ihnen immer noch die Binsenweisheit ist, dass guter Journalismus nicht davon abhängt, ob er in analoger oder digitaler, gedruckter oder elektronischer Form vorliegt.«

Stefan Niggemeier – Ich hab noch Sand in den Schuhen aus Daten

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»Die Formensprache des Internets auf Papier umzuheben, dieses Konzept der Blogger-Welt-Kompakt nennt der Branchendienst Kress Report völlig zu Recht “eine Idee von gestern”. Ähnliches könnte man über den gescheiterten Versuch sagen, den “Sound” der Blogs und Sozialen Netzwerke in ein Print-Produkt zu übertragen.«

Berliner Zeitung – Hilfe, das Internet auf Papier

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»Ich habe einen riesigen Zeitfresser erkannt, der mich bei dem, was ich eigentlich viel lieber machen will, nämlich Kram produzieren, hindert. Der Feedreader wird bleiben, aber die Auswahl der Blogs wird sich in nächster Zeit stark verändern. Eine kleine Auswahl der Vielblogger werde ich beibehalten, um einen groben Überblick zu haben, was gerade überall gebloggt wird. Eine große Zahl der abonnierten Feeds wird rausfliegen, … Also, was habe ich in dem Monat verpasst? Scheinbar nichts.«

StyleSpion – 30 Tage ohne Blogs

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»Doch Flattr sei keine Antwort auf die Debatte um Bezahlinhalte im Internet, findet zumindest Medienökonom Robin Meyer-Lucht. “Die Idee, dass der Konsument die Preise festlegt, ist der klassischen kommerziellen Sphäre fremd”, sagt er. Die Verlagsbranche habe es versäumt, die Entwicklung von Bezahlmodellen voranzutreiben und werde nun von einer “Programmierbude aus Schweden” vorgeführt.«

FR-online.de – Im Web freiwillig zahlen: Blogger machen die “Flattr”

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»Für 1.800 € monatlich wird mir also Fan-Vieh angekarrt. Dies können auch Menschen sein, die rein gar nichts mit der Marke am Hut haben und sich vielleicht für den Klick bezahlen lassen. … Eingekauftes Klickvieh, dass die Unternehmensseite höchstwahrscheinlich nach Anklicken des ‚Gefällt mir-Buttons’ nie wieder besuchen wird…«

SocialNetworkStrategien – Für 1.800 € monatlich wird Fan-Vieh angekarrt

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»Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Man berichtet über Zensur und wird deshalb zensiert. „Keine Zensur“, korrigiert mich der Google-Pressesprecher von Deutschland, der versprochen hat, sich der Sache anzunehmen. Doch wer von uns hat schon die Gelegenheit, Google überhaupt ans Telefon zu bekommen?«

G! – gutjahr’s blog – Google: „Sie haben drei Werktage Zeit, gutjahr.biz zu ändern“

 

Ein schönes Wochenende wünscht
Klaus-Dieter Knoll
aka kadekMEDIEN

 

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