Die überaus nützliche Doppelfunktion der Facebook-Listen

In Facebook Freundeslisten anzulegen ist vielen im Zusammenhang mit dem Schutz ihrer Privatsphäre bekannt. Zweifellos ist dieses Feature auch primär dafür geschaffen worden. Macht man sich jedoch klar, dass es sich um eine Filterfunktion handelt, erscheinen sie im Hinblick auf die ansteigende Informationsflut doppelt so nützlich.

Eine Zeitlang habe ich die Listen tatsächlich auch nur für meine Friends eingerichtet, um es bei eventuellen Massenanschreiben oder Eventeinladungen einfacher zu haben, die richtigen Empfänger anzusprechen. Das erschien mir wichtig, weil mir von Nutzern anderer Plattformen bekannt war, wie sehr es sie nervt, wenn sie ungefiltert angesprochen werden, etwa wenn ein Texter aus Hannover eine Einladung zu einem Yoga-Schnupperkurs nach Nürnberg erhält.

Nun habe ich zwar weniger als die berühmten 130 Kontakte eines Durchschnittsusers, aber mit der Zeit abonnierte ich immer mehr Seiten und fand, dass mein Nachrichtenstrom damit immer unübersichtlicher wurde. Schließlich erhielt ich über Twitter den Hinweis, man könne die Listen auch für Fanpages anlegen und auf diese Weise den Newsstream filtern.

Man hat natürlich ein ordentliches Stück Arbeit vor sich, wenn man hundert Pages und mehr diversen Listen zuordnen will. Aber die Mühe lohnt sich. Ich weiß seitdem gar nicht, wie jemals ohne diese Filterfunktion dem Nachrichtenstrom gewachsen war.

Über ‘Kontoeinstellungen’ > ‘Freunde bearbeiten’ kann man eine ‘Neue Liste erstellen’.

Über ‘Kontoeinstellungen’ > ‘Freunde bearbeiten’ kann man eine ‘Neue Liste erstellen’.

Man findet dieses Feature in seinen Kontoeinstellungen unter dem Menüpunkt ‘Freunde bearbeiten’ und dann erscheint z.B. im Unterpunkt ‘Alle Verbindungen’ der Knopf ‘Neue Liste erstellen’. Die Anzahl der Listen ist unbegrenzt und die Benennung nimmt man am besten nach seinem eigenen Ordnungssystem vor. Ich habe beispielsweise separate Listen für Fanpages und Friends, auch wenn beide dem gleichen Thema zugeordnet werden könnten.

Die überaus nützliche Doppelfunktion der Facebook-Listen ergibt sich einerseits aus den Feintuningmöglichkeiten in den Privatsphäreeinstellungen, andererseits aus der Usability der Seitenoberfläche. So kann man die Listen halt nicht nur benutzen, um eine bestimmte Gruppe von Leuten gezielt anzusprechen, sondern auch, um sie an der Teilhabe bestimmter Informationen auszuschließen. Wer z.B. nicht möchte, dass seine beruflichen Kontakte private Fotos ansehen können, schließt die betreffende Liste in den Freigabeeinstellungen für das jeweilige Album aus.

Viel bedeutender erscheint mir die Filterfunktion allerdings, um der steigenden Informationsflut im immer unübersichtlicher werdenden Newsstream zu begegnen. Anstatt die neuesten Nachrichten aus meinem Netzwerk von der Startseite abzuholen, klicke ich mich im Neuigkeiten-Menü auf der linken Seite über ‘Freunde’ zu meinen Listen durch und lese die Statusmeldungen meiner Friends und Fanpages thematisch geordnet, als blättere ich durch verschiedene Rubriken eines Magazins. Facebook macht so nicht nur noch mehr Spaß, sondern hat für mich, seit ich die Listen auch für Seiten benutze, den Google-Reader als erste Informationsquelle abgelöst.

Übrigens: Wenn Sie auch auf einer meiner Listen landen möchten, nur zu: kadekmedien’s Facebook

Herzliche Grüße aus Berlin,
Klaus-Dieter Knoll
Kommunikationsdesign und
Social Media Managment

 

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Über kadekmedien

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6 Antworten zu “Die überaus nützliche Doppelfunktion der Facebook-Listen”

  1. Ralph Delzepich 23. April 2010 um 08:55

    Listen für Seiten war noch nicht auf meinem Schirm – danke für den nützlichen Hinweis!

  2. Danke das werde ich bestimmt bald nutzen

  3. Oh ja, wollte ich für die Filterung der Informationen auch schon immer mal einrichten… aber erst so viel zu tun. Dass die Listen auch zur Privatspärenkontrolle genutzt werden können, war mir so nicht klar und muß ich mir an einem praktischem Beispiel genauer anschauen… Danke

  4. danke für die anregung!

  5. Ich lande zwar nicht gerne auf Listen, werde jetzt aber mal selbst welche anlegen. ;) Wie du schon sagst, wird’s ab einer gewissen Zeit einfach unübersichtlich.
    Außerdem gibt es immer wieder Leute, die nicht alles zu interessieren hat.

  6. Dankeschön, das war ein hilfreicher Hinweis.

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