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Gesetz der Prägnanz

Das Gesetz der Prägnanz ist eines der Gestaltprinzipien. Es beschreibt die Tendenz der menschlichen Wahrnehmung, komplexe und unvollständige Elemente als einfache und eindeutige Gestalt zu interpretieren. Solche Gebilde bezeichnet man als „Gute Gestalt“. Die Wahrnehmung formt sozusagen aus der Erfahrung des Gedächtnisses eine möglichst einfache Figur, auch und gerade aus mehrdeutig interpretierbaren Strukturen.

Das Gesetz der Prägnanz lässt uns in der oberen Figur fünf einander überlappende Quadrate erkennen. – Die Farben zeigen in der unteren Figur jedoch nur vier Quadrate (drei kleine und ein großes), drei Rechtecke und ein L-förmiges Sechseck.

Das Gesetz der Prägnanz lässt uns in der oberen Figur fünf einander überlappende Quadrate erkennen. – Die Farben zeigen in der unteren Figur jedoch nur vier Quadrate (drei kleine und ein großes), drei Rechtecke und ein L-förmiges Sechseck.

Das Gesetz der Prägnanz wird auch als „Gesetz der Guten Gestalt“ bezeichnet. Unter „Prägnanz“ versteht man die Wahrnehmung eines Gebildes als einfachste Form. Prägnanz zeigt sich beispielsweise in der Tendenz, Objekte als rund, rechteckig oder dreieckig aufzufassen, auch wenn sie es nicht wirklich sind. Die Wahrnehmung idealisiert solche unsymmetrische Formen und lässt sie symmetrisch erscheinen, unvollständige als vollständig.

Grafikdesigner berücksichtigen die Eigenschaften der „Guten Gestalt“, die uns stabil erscheint, wenn sie einfach, symmetrisch, regelmäßig und kontinuierlich ist. Die Logos bekannter Marken sind aus genau diesem Grund so einprägsam.

Indem die Anzahl der Gestaltungselemente auf ein Minimum beschränkt wird, entstehen einfache Strukturen, die sich harmonischer in ein symmetrisches Layout einfügen. So lassen sich selbst komplexe Inhalte leichter wahrnehmbar gestalten, was die Konzentration auf das Wesentliche erhöht.

Herzliche Grüße aus Berlin,
Klaus-Dieter Knoll
Grafikdesign, Webdesign, Mediengestaltung

 

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Ein weiteres Beispiel aus der Natur ist auf diesem Foto von Johanna Zentgraf zu sehen: das Baumgesicht »Tülitü« aus Beverungen. – Mehr davon auf Johannas Blog Baum-Gesichter (Bild anklicken).

Ein weiteres Beispiel aus der Natur ist auf diesem Foto von Johanna Zentgraf zu sehen: das Baumgesicht »Tülitü« aus Beverungen. – Mehr davon auf Johannas Blog Baum-Gesichter (Bild anklicken).

  1. 22. Mai 2010 um 17:50 | #1

    Danke für den interessanten Post.

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