Online-Marketing-Tipps für KMU – Teil III

Ihr Internetauftritt ist eine permanente Baustelle, an der beständig gearbeitet werden muss. In den beiden ersten Teilen dieses Beitrags habe ich Beispiele aufgezeigt, wie Sie selbst etwas für den Erfolg Ihrer Website beitragen können. Die Optimierung Ihres Internetauftritts legen Sie zwar am besten in professionelle Hände, doch es wird Sie bestimmt auch interessieren herauszufinden, was darüber hinaus noch getan werden kann, damit Ihre Website in den Augen der Besucher aktuell und interessant erscheint. Im letzten Teil möchte ich deshalb noch ein paar Gerüchte aufgreifen und alternativ zu eigenen Optimierungsanstrengungen professionelles Suchmaschinenmarketing vorstellen.

Es wird unter Laien noch immer darum gestritten, ob man sich Gedanken um den Domainnamen machen sollte oder nicht, bevor eine neue Website publiziert wird. Dabei wird dem Domainnamen heutzutage kaum noch eine Bedeutung hinsichtlich der Auffindbarkeit einer Website in den Suchergebnissen beigemessen. Suchmaschinen arbeiten mit komplex funktionierenden Algorithmen, die immer wieder aktualisiert werden, da zählt alles andere, nur nicht wie die URL heißt.

Ein klug gewählter Domainname erleichtert es Ihren potentiellen Kunden zwar, sich diesen zu merken und anderen weiterzuempfehlen. Hierbei handelt es sich jedoch um das Branding einer Marke, nicht um originäre Website-Optimierung. Es ist mittlerweile nicht mal mehr notwendig www.diese-und-jene-domain.de ins Adressfeld einzugeben, sondern es reicht schon, einfach nur die Phrase einzutippen, nach der Sie gerade suchen. Anstatt auf einer konkreten Website zu landen, wird Ihnen dann von der voreingestellten Suchmaschine eine Ergebnisseite mit den Treffern angezeigt, die Ihrer als Suchanfrage interpretierten Aktion am nächsten kommen.

Seit Anfang April werden nun auch auf der Startseite von google.de bei der Eingabe eines Suchbegriffs diverse anklickbare Vorschläge unterbreitet, die so genannten Google-Suggests (für die im Browser implementierten Suchschlitze neben der Adressleiste gibt es diese schon etwas länger). Natürlich hat unter den Experten bereits das große Rätselraten begonnen, wie diese Google-Suggests arbeiten, warum das eine und nicht das andere vorgeschlagen wird und so weiter. Nach wie vor gilt allerdings: je relevanter und aktueller der Inhalt einer Website ist und je mehr Links von anderen Websites zu diesem Angebot führen, desto besser schneidet der betreffende Internetauftritt ab.

Meta-Tags: Leben Totgesagte länger?

Ein weiteres von Laien gern diskutiertes Mysterium stellen die Meta-Tags im Header einer Website dar. Unter Profis hingegen ist längst klar, dass sie nur noch eine Placebo-Wirkung haben: sie schaden zwar nicht, nützen aber auch nichts.

Eine Ausnahme bildet der description-Tag. Hierin beschreiben Sie nämlich in Kürze, wovon der Inhalt der betreffenden Seite handelt (wohl gemerkt: der betreffenden Seite, nicht der Inhalt der gesamten Website). Und diese Beschreibung wird auf den Ergebnisseiten in den zwei Zeilen unter den verlinkten Titeln angezeigt. Diese Beschreibung liest der Nutzer kurz durch und erwiesenermaßen beeinflusst sie ihn auch in seiner Entscheidung, ob er überhaupt einen Link anklickt oder nicht. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, sollte dem description-Tag bei der Optimierung einer Webseite sogar besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Auch der Keyword-Tag stellt eventuell noch so eine Ausnahme dar. Es gibt Insider, die winken zwar ab und sagen, der sei tot. Es schadet allerdings auch nicht, ihn zu benutzen, um es der Suchmaschine ein wenig leichter zu machen, Ihr Angebot einzuordnen. Wenn man es nicht übertreibt, kann man ruhig bis zu fünf auf den Inhalt zutreffende Schlagworte einfügen, ohne befürchten zu müssen, wegen unerlaubten Spammens von der Suchmaschine aus dem Index verbannt zu werden.

Google-Maps und lokale Branchenverzeichnisse

Falls Sie es nicht schon längst getan haben, empfehle ich Ihnen, Ihre Website auch auf Google-Maps einzutragen. Die dort eingetragenen Seiten werden ja nicht nur auf den von Google zur Verfügung gestellten Karten angezeigt, diese Einträge erscheinen auch immer im klickstarken oberen Bereich auf der Suchergebnisseite. Allerdings wurden hier auch schon zu allen möglichen Branchen so viele Websites eingetragen, dass man sich keinen allzu großen Nutzen davon versprechen sollte. Genau wie bei den anderen Suchergebnissen, werden auch hier nur zehn auf einmal angezeigt, und es erfordert einen weiteren Klick, um noch mehr Einträge angezeigt zu bekommen. Ob der Nutzer diesen zusätzlichen Klick tatsächlich ausführt, ist zumindest fraglich.

Des Weiteren können Sie Ihre Website auch in lokale Branchenverzeichnisse eintragen, was zumeist kostenlos ist. Sie sollten jedoch hiervon ebenfalls keine Wunder erwarten, zumal Google den Links aus kostenlosen Verzeichnissen milde ausgedrückt keinen sonderlich großen Wert beimisst. Es geht hierbei auch eher um den konventionell suchenden Nutzer, der den Schlüsseldienst also lieber in einem Branchenbuch findet, anstatt gleich auf die Suchmaschinenergebnisse zu vertrauen.

Professionelles Online-Marketing mit AdWords

Abschließend möchte ich Ihnen noch kurz das Suchmaschinen-Marketing mit Google-AdWords vorstellen. Hierbei eröffnen Sie zunächst einen Account und erarbeiten dann Ihre auf bestimmte Keywords bezogene Kampagne. Immer wenn ein Nutzer nach dem betreffenden Keyword sucht, wird in der Anzeigenleiste am Rand der Ergebnisseite auch Ihre Anzeige erscheinen. Die hierbei entstehenden Kosten richten sich nach verschiedenen Kriterien wie Anfragehäufigkeit und Mitbewerberdichte. Sie fallen aber immer erst an, sobald jemand auf Ihre Anzeige klickt. Der Klick auf Ihre Anzeige führt auf eine so genannte Landingpage, also jener Zielseite, die Sie im Link Ihrer Anzeige angegeben haben.

Ihre Zielseite sollte unbedingt entsprechend dem Anzeigeninhalt optimiert sein und muss wahrscheinlich auch immer wieder angepasst werden. So wie die Anzeige selbst ebenfalls in mehreren Varianten ausprobiert werden sollte, damit Sie den wirksamsten Anzeigentext ermitteln können.

Google liefert in Ihrem AdWords-Account einige Tools und Berichtmöglichkeiten, anhand derer Sie die Leistung Ihrer Kampagne ermitteln und entsprechend optimieren können. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, wird es sich jedoch als sinnvoll erweisen, eine auf Online-Marketing spezialisierte Agentur zu beauftragen. Das verursacht zwar Mehrkosten, erspart Ihnen aber letztlich sicher eine Menge Lehrgeld.

Herzliche Grüße aus Berlin,
Klaus-Dieter Knoll
Grafikdesign, Webdesign, Mediengestaltung

– Ende –

 

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