Ein Layout setzt immer eine Fläche voraus, auf der grafische Elemente nach gestalterischen Gesichtspunkten angeordnet werden. In Deutschland und den meisten europäischen Ländern werden häufig standardisierte Papierformate verwendet. Diese Formate sind seit 1922 in der DIN-Norm DIN 476 festgelegt. Das internationale Äquivalent ist in der ISO 216 definiert und unterscheidet sich nur hinsichtlich erlaubter Toleranzen.

Bequem und schön - die Proportionen des DIN-Seitenverhältnisses 1:√2
Der Deutsche Standard wurde vom Berliner Ingenieur Dr. Walter Porstmann* entwickelt, er geht jedoch auf eine mathematische Konstruktion des Göttinger Physikprofessors Georg Christoph Lichtenberg zurück. Sein Vorschlag, die Breite und Höhe eines Blattes sollten sich zueinander verhalten wie die Seite des Quadrats zu seiner Diagonalen, weil dies „bequem und schön“ sei, stammt aus dem Jahr 1796. In den DIN-Proportionen wurden diese Relationen berücksichtigt: die Blattbreite verhält sich zur Blattlänge wie 1:√2, also etwa 1:1,414 abgerundet auf ganze Millimeter.
Das ebenso Praktische wie besonders Schöne an den DIN-Formaten ist eben dieses geometrische Seitenverhältnis. Halbiert man nämlich ein DIN-Format entlang der längeren Seite, entsteht das nächst kleinere mit exakt dem gleichen Seitenverhältnis; durch Verdoppeln der kurzen Seite erhält man das nächst größere Format.

DIN-Formate der A-Reihe
Die Fläche eines DIN-Formats ändert sich also immer um den Faktor Zwei. Das ist nützlich zu wissen, um Vergrößerungen und Verkleinerungen – beispielsweise am Fotokopierer – vorzunehmen. Der Skalierungsfaktor für die nächste Vergrößerung beträgt 141%, für die übernächste 200% und für die darauf folgende 282%. Für die nächste Verkleinerung liegt der Skalierungsfaktor bei 71%, für die nächst kleinere 50% sowie für die darauf folgende 35% usw. (gerundete Werte).
In der Papier- und Druckindustrie werden die Formate grundsätzlich immer in der Reihenfolge Breite x Höhe angegeben. Daraus lässt sich leicht schließen, ob es sich um ein Hoch- oder ein Querformat handelt. Als Referenzformat der A-Reihe dient das Format A0 (841 x 1189 mm), dessen Fläche ziemlich genau einen Quadratmeter misst. In der Fachsprache haben die gebräuchlichsten Formate eigene Bezeichnungen:
- DIN A0 – Vierfachbogen
- DIN A1 – Doppelbogen
- DIN A2 – Bogen
- DIN A3 – Halbbogen
- DIN A4 – Viertelbogen
- DIN A5 – Blatt
- DIN A6 – Halbblatt
- DIN A7 – Viertelblatt
- DIN A8 – Achtelblatt

DIN/ISO-Papierformate
Weitere DIN-Formate: die B- und die C-Reihe
Noch kurz etwas zu den anderen Reihen der DIN-Norm. Die Formate der B-Serie werden aus dem geometrischen Mittel des entsprechenden Formats der A-Serie sowie des nächst größeren berechnet. B-Formate sind also immer größer als A-Formate. Sie finden vor allem bei Zeitungen, Büchern, Reisepässen und Spielkarten Anwendung.
Die Maße der C-Serie entstehen wiederum aus dem geometrischen Mittel der A- und B-Formate. Sie liegen zwischen den A- und B-Formaten und werden meist für Umschläge oder auch Kontoauszüge verwendet.
Es gibt zahlreiche weitere Papierformate, die zu erwähnen hier jedoch zu weit führt.
Preisfrage: Papiergewicht berechnen
Das Papiergewicht wird vom Hersteller immer in g/qm angegeben. Da das Referenzformat DIN A0 fast genau 1 qm beträgt und das jeweils nächst kleinere DIN-Format durch Halbieren ermittelt werden kann, lässt sich das Gewicht eines Blattes Papier leicht errechnen. Solche Berechnungen sind wichtig, um beispielsweise bei geplanten Werbemaßnahmen das benötigte Porto im Vorfeld zu ermitteln.
Eine kleine Aufgabe** hierzu lautet: Das Gewicht des Vierfachbogens wird vom Papierhersteller mit 80 g/qm angegeben. Wie viel wiegt ein Briefbogen aus diesem Papier?
Viel Spaß beim Rechnen und
herzliche Grüße aus Berlin,
Klaus-Dieter Knoll
Grafikdesign, Webdesign, Mediengestaltung
* Quelle: Wikipedia
**Einsendeschluss ist der 1. April. – Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. – Der Gewinner kann was erleben. ;-)
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25. März 2009





Für mich was DINA4 immer einfach nur DINA4 ;-)
Danke, jetzt hab ich die ganze Sache endlich mal verstanden!